Thailand Reiseziele: Schönste Strände, Tempel & Natur (20+ Tipps)

Thajská pláž s bílým pískem, palmami a tyrkysovým mořem, ideální pro dovolenou v Thajsku.

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Thailand ist eines jener Reiseziele, das nahezu jeden Reisetraum erfüllen kann. Die schönsten Strände Thailands – weißer Korallensand und türkisfarbenes Wasser – liegen Seite an Seite mit dichtem Tropenurwald, weiten Gebirgszügen, pulsierenden Großstädten, uralten Tempeln und Bergdörfern ethnischer Minderheiten.

Dazu kommt außergewöhnliches Essen, freundliche Menschen und Preise, die komfortables Reisen mit einem überschaubaren Budget erlauben – kein Wunder, dass Reisende immer wieder zurückkehren.

Du fragst dich, welche Reiseziele in Thailand für deinen ersten Besuch am besten geeignet sind? Oder du warst schon dort und willst neue Ecken entdecken? Hier findest du Tipps zu den schönsten Stränden und vielen weiteren Destinationen.

Strand auf der Insel Koh Tao, Thailand, mit türkisblauem Wasser und weißem Sand.
So können die Strände Thailands aussehen – Insel Koh Tao

Diese Vielfalt kann die Planung aber auch zur Herausforderung machen. Thailand ist deutlich größer, als es auf der Karte aussieht. Von Nord nach Süd erstreckt sich das Land über mehr als 1.600 km Luftlinie – weiter als von London nach Athen.

Deshalb ist es so wichtig, bewusst zu wählen, wohin du reisen und was du erleben möchtest.

Ich habe insgesamt fast zwei Jahre in Thailand verbracht und weiß, dass das Land jene belohnt, die es langsam erkunden – und die immer wieder zurückkommen.

Dieser Artikel hilft dir herauszufinden, welcher Teil Thailands am besten zu dir passt – und was du dort auf keinen Fall verpassen solltest.

Eine Frau mit weißem Helm und Motorradausrüstung fährt auf einer Asphaltstraße in Thailand auf einer weißen Honda. Motorradreisen in Thailand.
Den größten Teil Thailands habe ich per Motorrad erkundet

Dieser Artikel ist Teil einer mehrteiligen Serie. Schau dir auch die anderen Reiseführer an, die aus vielen Reisen durch Thailand entstanden sind.

Allgemeine praktische Tipps für ganz Thailand findest du im ersten Teil:

Praktische Tipps speziell für Nordthailand:

Tipps zu einzelnen Städten, Destinationen und Sehenswürdigkeiten findest du in den jeweiligen Reiseführern:

Chiang Dao, Tagesausflug von Chiang Mai
Thailand hat noch eine ganz andere Seite – das Bergmassiv Doi Chiang Dao

Bangkok – Mehr als nur ein Zwischenstopp

Ich treffe immer wieder Menschen, die sagen, sie mögen Bangkok nicht – dabei haben sie die Stadt nie wirklich erlebt. Die touristenüberlaufene Khao San Road hat etwa so viel mit Bangkok gemein wie ein Freizeitpark mit der Stadt, in der er steht.

Es lohnt sich, mindestens drei bis vier Tage hier zu verbringen – die Atmosphäre aufsaugen, essen bis es nicht mehr geht, übermäßig viel Kaffee in weltklasse Cafés trinken und dabei vielleicht sogar ein paar Sehenswürdigkeiten mitnehmen.

Bangkok lebt nicht von seinen Sehenswürdigkeiten. Es lebt von Menschen, Kontrasten und unerwarteten Details. Fahr mit der Fähre auf dem Chao-Phraya-Fluss zwischen Holzhäusern und Wolkenkratzern. Verlier dich herrlich in den Gassen des Chinatowns.

Geh zum Wat Saket Ratchawora Mahawihan – dem „Goldenen Berg“ – zum Sonnenuntergang, und gönne dir danach ein paar Drinks in einer Rooftop-Bar mit Panoramablick über die Stadt.

Und dazwischen: alles essen – von Straßenständen über ausgezeichnetes Sushi und legendäres Korean BBQ bis hin zu Michelin-Sterne-Restaurants.

Wat Pho mit seinem liegenden Buddha oder der Grand Palace sind natürlich sehenswert. Genauso faszinierend ist aber ein Spaziergang durch das Viertel Thonburi am gegenüberliegenden Ufer, wo das Leben in seinem eigenen Rhythmus pulsiert – oder ein Besuch in einem der Dutzenden herausragenden Coffee Shops, die über die ganze Stadt verteilt sind.

Wat Arun in Bangkok, Thailand: Blick vom Chao-Phraya-Fluss in der Dämmerung.

Bangkok belohnt jene, die das Tempo drosseln. Hetz nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit – lass dich vom Rhythmus der Stadt tragen. Und vor allem: Öffne dich einer Kultur, die sich wunderbar von allem unterscheidet, was du von zuhause kennst.

Passender Reiseführer: Bangkok-Guide: 60+ Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Essen und Aktivitäten + praktische Infos

Wo übernachten in Bangkok

  • Ich empfehle besonders Apartments in modernen Vierteln – am besten in einer höheren Etage mit Stadtblick.
  • Apartments mit Fitnessstudio und Pool findest du schon für unter 50 €/Nacht.
  • Ab etwa 80 € pro Nacht bekommst du sehr schöne Unterkünfte mit Rooftop-Pool. Ich würde das Somerset Maison Asoke in einem der besten Wohnviertel der Stadt empfehlen.

Südthailand und die Inseln – Schönste Strände und wie du den Massen ausweichst

Die Strände sind einer der größten Anziehungspunkte Thailands – und das zu Recht. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, Palmen und Sonnenuntergänge wie auf Postkarten. Du kannst noch immer zahlreiche atemberaubende Flecken finden, wo du deinen Urlaub ganz in deinem eigenen Tempo genießen kannst.

Luftaufnahme eines Strandes auf der Insel Koh Mak in der Provinz Trat, Thailand. Türkisfarbenes Meer, sandiges Ufer mit Palmen und traditionellen Bungalows.

Phuket – Der einfachste Einstieg, aber rechne mit Trubel

Phuket ist Thailands größte Insel und das zugänglichste Strandziel des Landes. Ein internationaler Flughafen mit Direkt- oder Einstopf-Flügen aus Europa, Hunderte von Hotels in allen Preisklassen und eine gut ausgebaute Infrastruktur machen die Insel zur idealen Wahl für den ersten Thailandbesuch oder einen Familienurlaub.

Freedom Beach auf Phuket mit feinem weißen Sand, türkisblauem Wasser, Palmen und felsiger Küste unter blauem Himmel. Eine Person schwimmt im Meer.
Freedom Beach

Allerdings – die Erwartungen solltest du entsprechend setzen – Phuket ist sehr touristisch.

Die Hauptstrände wie Patong, Kata und Karon sind voll mit Menschen, Straßenhändlern, Jet-Skis und Hotelkomplexen. Wer Ruhe oder ein authentisches lokales Flair sucht, wird hier wenig davon finden.

Auf der anderen Seite bietet Phuket alles, was man von einem Strandurlaub erwartet. Tolle Restaurants, gute Unterkünfte, einfache Tagesausflüge zu kleineren Inseln (Phi Phi, die Similan-Inseln) und jede Menge Aktivitäten. Man muss nur etwas mehr suchen, um einen einsamen, romantischen Strandabschnitt zu finden.

Riesige Buddhastatue auf Phuket
Die riesige Buddhastatue auf Phuket

Die schönsten Strände

Nai Harn Beach – Der schönste Strand der Insel

Wenn ich nur einen Strand auf Phuket wählen müsste, wäre es Nai Harn. Er liegt an der Südspitze der Insel in einer Bucht, die von bewaldeten Hügeln umrahmt wird. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, Palmen und grüne Felsen im Hintergrund ergeben ein perfektes tropisches Paradies.

Anders als an den nördlichen Stränden gibt es hier keine endlosen Reihen von Liegestühlen und keine aufdringlichen Händler – die Atmosphäre erinnert eher an die Strände am ruhigeren Südende von Ko Lanta.

Nai Harn Sandstrand auf Phuket, Thailand, bei Sonnenuntergang, mit Palmen, Felsen im Vordergrund, schwimmenden Menschen und Booten am Horizont.
Kata Beach – Ideal für Familien

Kata ist ein breiter, gut erreichbarer Strand, der sich in zwei Buchten aufteilt – Kata Yai (groß) und Kata Noi (klein). Beide bieten feinen Sand, klares Wasser und ein gutes Serviceangebot. Kata Yai ist lebhafter, mit Liegestuhlverleih, Restaurants und Bars an der Promenade. Das Wasser ist flacher und ruhiger als an den exponierten Stränden, was Familien mit Kindern entgegenkommt.

Kata Noi ist kleiner und entspannter. Weniger Betrieb, angenehmere Atmosphäre – aber auch hier hat man den Strand nicht für sich allein.

Weitläufiger Kata-Sandstrand auf Phuket, Thailand, an einem sonnigen Tag. Touristen schwimmen im türkisfarbenen Meer und entspannen unter bunten Sonnenschirmen.
Kamala Beach – Der goldene Mittelweg

Kamala liegt zwischen dem belebten Patong und dem ruhigeren Norden. Ein langer Strand mit einer guten Balance zwischen verfügbaren Services und entspannter Atmosphäre. Liegestühle, Restaurants, Massagen und Wassersportverleih – aber ohne den aggressiven Lärmpegel von Patong.

Das nördliche Ende des Strandes ist ruhiger, das südliche lebhafter. Das Dorf Kamala selbst hat eine angenehme Note, mit lokalen Restaurants, Minimarkets und einigen richtig guten Bars.

Kamala Beach auf Phuket, Thailand. Menschen schwimmen im Meer und entspannen unter Palmen am Sand. Jet-Skis und Liegestühle säumen den Strand.
Nai Thon Beach – Für absolute Ruhe und Abgeschiedenheit

Nai Thon an der Nordwestküste der Insel ist einer der am wenigsten erschlossenen Strände Phukets. Restaurants und Unterkünfte gibt es kaum, was die meisten Touristen abschreckt.

Genau darin liegt sein Reiz. Ein langer Sandstreifen, ein paar Palmen, vereinzelte Essensstände und kleine Restaurants – und fast niemand sonst. Wer ein paar Tage mit einem Buch verbringen und von allem abschalten möchte, ist in Nai Thon genau richtig.

Nai Thon Beach in Thailand mit türkisblauem Meer, Sand und Palmen aus der Vogelperspektive.
Freedom Beach – Ein verstecktes Juwel, nur per Boot erreichbar

Freedom Beach liegt zwischen Patong und Karon, mitten im belebtesten Teil der Insel – und ist dennoch nur per Boot (von Patong Beach, ca. 200 THB hin und zurück) oder über einen Dschungelpfad erreichbar.

Diese Abgeschiedenheit schützt ihn vor dem Massentourismus. Eine kleine Bucht mit wunderschönem Sand, kristallklarem Wasser und ein paar winzigen Restaurants. Perfekt für einen halben Tag, wenn die belebteren Strände allmählich zu viel werden.

Blick auf den idyllischen Freedom Beach auf Phuket, Thailand. Türkisfarbenes Meer, weißer Sand, üppiges Grün und Felsen am Wasser mit Menschen unten.

Wo übernachten auf Phuket:

  • Mandarava Resort and Spa (Karon Beach) – Ein tropisches Paradies mit Pools, Spa und geräumigen familienfreundlichen Villen. Das Resort liegt in unmittelbarer Nähe zum Karon Beach.
  • The Z Nite Hostel (Phuket Town) – Ein sauberes, modernes Hostel mitten im historischen Phuket Town. Die Zimmer sind geräumig und mit Etagenbetten ausgestattet.
  • Sugar Ohana Poshtel (Kata Beach) – Preisgünstige, stilvolle Unterkunft mit Familienzimmern, nur wenige Gehminuten vom Kata Beach entfernt.
  • The Surin Phuket (Pansea Beach) – Ein Resort mit eleganten Cottage-Unterkünften, Außenpool, Luxusspa und einem Restaurant mit thailändischen Spezialitäten und internationaler Küche.

Weitere Details findest du im Reiseführer Phuket: 15+ Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf der thailändischen Insel.

Krabi – Atemberaubende Landschaft und echte Strandschätze

Die Provinz Krabi bietet dramatischere Landschaften als Phuket, ebenso ikonische Strände und ein etwas ruhigeres Tempo. Erwarte Kalksteinfelsen, die direkt aus dem Meer ragen, versteckte Lagunen, weite Mangroven-Wälder und Strände mit Blick auf berühmte Inseln wie Ko Phi Phi.

Dazu kommen unzählige Spots für Schnorcheln und Tauchen. Die Anreise per Flugzeug ist unkompliziert – in den letzten Jahren sind Direktflüge aus Europa nach Krabi deutlich häufiger geworden.

Railay Beach, Krabi, Thailand: Blick auf den Strand mit bewaldeten Kalksteinformationen.

Railay Beach ist nur per Boot erreichbar und zählt zu den schönsten Stränden Thailands. Vier miteinander verbundene Strände, umgeben von senkrechten Felswänden, ziehen nicht nur Touristen, sondern Klettersportler aus aller Welt an. Am Abend sitzt du im Sand, schaust dem Sonnenuntergang zu und hast das Gefühl, wirklich das Paradies gefunden zu haben.

Der wichtigste Ausgangspunkt ist die Stadt Ao Nang, von der aus du per Boot bequem weitere Strände und Inseln erreichst. Ao Nangs eigener Strand ist nicht der spektakulärste, taugt aber gut für ein Nachmittagsbad.

Ausführliche Tipps findest du im Krabi- und Ao-Nang-Reiseführer

Thailändische Longtail-Boote am Railay Beach bei Sonnenuntergang.

Wo übernachten:

  • Direkt am Railay Beach – direkt am Wasser in Bungalows oder mittelgroßen Hotels
  • In Ao Nang für eine größere Auswahl an Restaurants und Services
  • Auf einer der kleinen vorgelagerten Inseln, wenn du wirklich von der Welt abgeschnitten sein möchtest
  • In Krabi Town, wenn du das echte thailändische Leben abseits der Touristenresorts erleben möchtest

Ko Lanta – Entspannte Alternative zu den belebteren Inseln

Ko Lanta ist für mich die ideale thailändische Insel. Groß genug, um alle wichtigen Services und genug Aktivitäten zu bieten, damit nach ein paar Tagen keine Langeweile aufkommt – und dennoch ruhig genug, um vollständig in den tropischen Lebensrhythmus einzutauchen.

Je weiter südlich du auf der Insel fährst, desto ruhiger werden die Strände. Wie Ao Nang ist auch Ko Lanta ein fantastischer Ausgangspunkt für Tauchen und Schnorcheln.

Strand auf Koh Lanta, Thailand
Klong Nin Beach

Empfohlene Unterkünfte auf Ko Lanta:

Inseln im Golf von Thailand: Ko Samui, Ko Phangan und Ko Tao

Auf der anderen Seite des Landes, im Golf von Thailand, bietet ein Trio von Inseln ein etwas anderes Urlaubs- und Strandflair als die Andamanensee. Das gilt vor allem für Ko Samui, das sich eher an ein wohlhabenderes Publikum und Familien mit Kindern richtet.

Hier hast du außerdem fast ganzjährig gute Chancen auf schönes Wetter – ich würde lediglich die Herbstmonsunzeit meiden.

Ko Samui

Die größte der drei Inseln und meiner Meinung nach eines der besten Ziele für Familien, mit vielen Stränden zur Auswahl. Direktflüge verbinden Ko Samui mit Bangkok, Phuket und Chiang Mai, was die Anreise unkompliziert macht – wenn auch etwas teurer.

Weitere Details findest du im Reiseführer Ko Samui: Strände, Ausflüge, Essen und praktische Tipps – ein ausführlicher Reiseführer für unabhängige Reisende

Crystal Beach (Silver Beach) auf Ko Samui, Thailand
Crystal Beach auf Ko Samui

Eine gut ausgebaute Ringstraße umrundet die ganze Insel – wir haben uns ein Auto gemietet und sind überall hingekommen, sogar mit Baby an Bord.

Rechne allerdings mit höheren Preisen, vor allem bei der Unterkunft. Dafür stimmt die Qualität mit dem überein, was man zahlt.

Villa auf Koh Samui
Eine der vielen Villen auf Koh Samui

Ko Phangan

Vor allem bekannt für die Full Moon Party – ein Tanzmarathon am Haad-Rin-Beach. Abseits dieser Events ist die Insel überraschend ruhig und bietet tolle Strände, Wasserfälle und Dschungel. Bottle Beach und Haad Salad gehören zu den schöneren und ruhigeren Ecken.

Luftaufnahme eines Sandstrandes mit türkisblauem Wasser, Palmen und grünen Hügeln auf der Insel Ko Pha Ngan in Thailand.

Ko Tao

Ein Paradies für Taucher. Eine kleine Insel mit Dutzenden von Tauchschulen, kristallklarem Wasser und reichem Meeresleben. Wer noch nie getaucht hat, findet hier den idealen Einstieg – ein Open-Water-Kurs beginnt bei rund 10.000 THB, und die Ausbildungsqualität ist hoch.

Panoramablick auf die Koh-Nang-Yuan-Inseln nahe Koh Tao in Thailand, verbunden durch eine weiße Sandbank mit türkisblauem Wasser und Stränden an einem sonnigen Tag.

Ko Chang und die weniger bekannten Inseln der Ostküste

Wer dem Trubel entfliehen möchte, sollte die Inseln entlang der Ostküste nahe der kambodschanischen Grenze ins Auge fassen. Ko Chang ist Thailands viertgrößte Insel und verbindet Strandurlaub mit Dschungel.

Die kleineren Inseln Ko Kut und Ko Mak sind noch nahezu unberührt vom Tourismus. Die Infrastruktur ist nicht so ausgebaut wie im Süden – aber genau das macht ihren Reiz aus.

Sandstrand mit türkisblauem Wasser, Palmen und einer beschatteten Hängematte bei einem Strandbungalow auf der Insel Koh Chang in Thailand an einem sonnigen Tag.

Hua Hin – Entspannte Küstenstadt

Hua Hin liegt am Westufer des Golfs von Thailand, etwa drei Autostunden südlich von Bangkok. Es ist der älteste Badeort des Landes und dient der thailändischen Königsfamilie seit den 1920er Jahren als Sommerresidenz.

Anders als auf den südlichen Inseln findest du hier kein türkisfarbenes Wasser und keine dramatischen Felsen. Aber genau das macht Hua Hin besonders – ruhiger, weniger touristisch und mit einer Atmosphäre, die eher an einen Kurort erinnert als an eine Backpacker-Destination. Die Menschen kommen hierher auch für Golf, andere Sportarten und großartiges Essen.

Hua Hin ist eine tolle Wahl für alle, die ein paar Tage am Meer verbringen möchten, ohne in den Süden zu fliegen. Die gute Infrastruktur und der ruhige Strand machen es auch für Familien mit kleinen Kindern sehr geeignet.

Strand in Hua Hin, Thailand

Einsame Strände und Inselchen in der Provinz Ranong

Ranong ist eine der am wenigsten besuchten Küstenprovinzen Thailands. Sie zieht sich als schmaler Streifen entlang der myanmarischen Grenze – oft schaut man hinüber auf burmesische Inseln oder weit entfernte Berge.

Auf den Inseln Ko Chang (nicht zu verwechseln mit der Insel nahe Kambodscha) und Ko Phayam scheint die Zeit irgendwo in den entspannten 1990er Jahren stehen geblieben zu sein.

Normale Touristen verirren sich kaum hierher – und genau deshalb könnte Ranong für dich interessant sein.

Strand auf Koh Phayam, Ranong, Thailand
Strand auf Koh Phayam

Nordthailand – Berge, Dörfer und eine völlig andere Welt

Für mich persönlich ist Nordthailand der schönste und vielfältigste Teil des Landes. Ich habe dort über anderthalb Jahre verbracht, bin mit dem Motorrad durch fast jeden Winkel gefahren und werde es einfach nicht satt.

Die Berge, die Menschen, die abgelegenen Bergvölker-Dörfer und das Essen haben etwas, das du sonst nirgendwo in Thailand findest. Als digitaler Nomade habe ich außerdem einen besonderen Platz in meinem Herzen für meine Winterheimat – die Stadt Chiang Mai.

Viele Tipps findest du im praktischen Reiseführer für Nordthailand

Chiang Mai – Die nördliche Hauptstadt voller Leben

Chiang Mai ist Thailands zweitgrößte Stadt, fühlt sich aber in der Atmosphäre eher wie ein überdimensioniertes Dorf an. Die Altstadt ist von einem Wassergraben und den Überresten alter Stadtmauern umgeben, durchzogen von Dutzenden Tempeln, Nachtmärkten, einem Café nach dem anderen und Bergen, die von jedem höheren Gebäude aus sichtbar sind.

Die Stadt selbst hat viel zu entdecken – vom Hügelkloster Wat Phra That Doi Suthep über der Stadt bis zum Sunday Night Walking Street Market und hervorragendem Kaffee in Dutzenden moderner Cafés.

Chiang Mai ist aber vor allem ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Umgebung, unter anderem zu Doi Inthanon, dem höchsten Gipfel Thailands.

Wat Phra That auf dem Doi Suthep in Chiang Mai, Nordthailand
Wat Phra That auf dem Doi Suthep

Passender Reiseführer: 27 Orte und Tipps: Was man in Chiang Mai und Umgebung sehen und unternehmen kann

Chiang Rai und das Goldene Dreieck

Chiang Rai liegt noch weiter nördlich als Chiang Mai und bietet eine andere, entspanntere Perspektive auf den Norden. Eine kleinere Stadt mit langsamem Puls und fantastischem Essen – hier habe ich das wahrscheinlich beste Straßenessen meiner gesamten Thailandzeit gegessen.

Berge nahe Chiang Rai, Thailand
Berge nahe Chiang Rai

Vor allem ist es das wichtigste Sprungbrett für Ausflüge in die Berge an den Grenzen zu Laos und Myanmar sowie zum berühmten Goldenen Dreieck.

Passender Reiseführer: Chiang Rai: Weißer Tempel, Bergvölker-Dörfer, Berge und das Goldene Dreieck

Pai – Hippies, Motorräder und Bergkulisse

Pai ist eine kleine Bergstadt zwischen Chiang Mai und Mae Hong Son. Einst ein ruhiges Dorf, heute eine beliebte Station auf dem Backpacker-Trail – dennoch hat der Ort eine entspannte, leicht verschlafene Atmosphäre bewahrt, die Reisende aus aller Welt anzieht.

Fahr mit dem Roller zu den Wasserfällen, schau dir den Sonnenuntergang vom Pai-Canyon-Aussichtspunkt an, probier das lokale Barbecue und die Süßigkeiten auf dem Nachtmarkt, oder besuche die heißen Quellen.

Nachtmarkt in Pai
Nachtmarkt in Pai

Passender Reiseführer: Pai – Was man sehen und unternehmen kann und wie man hinkommt

Mae-Hong-Son-Loop – Eine der schönsten Motorradrouten der Welt?

Für alle, die Nordthailand richtig kennenlernen möchten, ist der Mae-Hong-Son-Loop der ideale Ausgangspunkt. Die Rundstrecke umfasst rund 600 Kilometer und schlängelt sich von Chiang Mai über Pai nach Mae Hong Son und zurück über Mae Sariang, mit einem Halt an Thailands höchstem Berg, dem Doi Inthanon. Die Route führt durch Berge, vorbei an Dörfern ethnischer Minderheiten, Reisterrassen und Orten, die die meisten Touristen nie zu Gesicht bekommen.

Am besten planst du 3–6 Tage ein und machst die Tour auf einem gemieteten Roller oder – noch besser – einem richtigen Motorrad. Sei aber gewarnt: Es ist eine anspruchsvolle Strecke, und ich würde sie nicht als erste Rollerfahrt empfehlen, wenn du noch keine Erfahrung hast.

Mehr über Motorradreisen erfährst du im eigenen Artikel – denn wer es in Thailand einmal versucht hat, will nicht mehr aufhören: Die schönsten Panoramastraßen für Motorräder in Nordthailand – Tipps für das Zweirad-Paradies.

Straße nach Pai, Motorradtour von Chiang Mai
Straße nach Mae Hong Son

Wer die Berge Thailands ohne Motorrad erkunden möchte, kann die Stadt Mae Hong Son auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen – sie ist ein hervorragender Ausgangspunkt für weitere Erkundungen.

Von dort aus solltest du unbedingt den riesigen Tropfsteinhöhlenkomplex Nam Lod besuchen. Danach werden dir die meisten anderen Höhlen, die du je gesehen hast, recht klein und unspektakulär vorkommen.

Nam-Lod-Höhlen, Mae-Hong-Son-Loop Motorradtour Thailand
Nam-Lod-Höhlen

Thailand-Reise planen – Praktische Tipps

Thailand lässt sich auf tausend verschiedene Arten bereisen. Manche verbringen einen ganzen Monat auf einer einzigen Insel, andere erkunden in zwei Wochen die halbe Landkarte. Beides kann funktionieren – es kommt ganz darauf an, was du von der Reise erwartest.

Wenn du eine Woche bis zehn Tage Zeit hast, bleib in einer Region. Rechne mit dem Jetlag, der dich die ersten Tage ordentlich ausbremsen kann. Kombiniere auf keinen Fall Norden und Süden auf so einer kurzen Reise.

Mit zwei Wochen kannst du beginnen, Regionen zu mischen – zum Beispiel eine Woche im Norden und eine Woche am Strand, oder zehn Tage auf den Inseln und ein Wochenende in Bangkok.

Mit einem Monat oder mehr hast du den nötigen Spielraum, Thailand wirklich kennenzulernen. Du kannst dir Zeit lassen, länger an einem Ort bleiben und die weniger offensichtlichen Ecken entdecken.

Nordthailand – Thaton
Nordthailand — Thaton

Zwischen den Regionen reisen

Thailand verfügt über ein dichtes Netz an Inlandsflügen, die Reisezeiten drastisch verkürzen. Flüge zwischen Bangkok und Chiang Mai, Phuket oder Krabi kosten häufig nur 800–2.000 THB pro Strecke und dauern rund eine Stunde. Das ist deutlich besser als acht bis zwölf Stunden im Bus.

Eine langsamere, aber günstigere und entspanntere Variante ist der Nachtzug, insbesondere auf der Strecke Bangkok–Chiang Mai.

Auch Fernbusse solltest du nicht unterschätzen – ihre Qualität ist generell sehr gut. Übernacht-VIP-Busse haben bequeme Liegesitze und großzügige Beinfreiheit. Denk bei der Reiseplanung aber immer daran, wie groß Thailand wirklich ist.

Alles rund ums Reisen in Thailand findest du ausführlich in unserem praktischen Reiseführer.

Wann Thailand bereisen

  • November bis Februar ist die beste Reisezeit für das gesamte Land. Sonnenschein, angenehme Temperaturen und kaum Regen.
  • März bis Mai ist heiß in Thailand – manchmal unangenehm heiß. Am Strand macht das aber weniger aus.
  • Juni bis Oktober ist Monsunzeit. Im Sommer kannst du auf die Inseln im Golf von Thailand oder in den Norden ausweichen, wo es zwar regnet, aber hauptsächlich in kurzen tropischen Nachmittagsschauern. Die Landschaft leuchtet satt-grün, und das Land ist fast frei von Touristen.

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