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Einer der besten Tagesausflüge von Bangkok — oder noch besser: ein Ort, an dem du mindestens eine Nacht fernab des Großstadttrubels verbringen solltest. Die ehemalige Hauptstadt des Siamesischen Königreichs war auf ihrem Höhepunkt eine der größten Städte der Welt.

Heute ist Ayutthaya eine ruhige Stadt voller historischer Tempel, Paläste und Ruinen. Sie liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Bangkok und ist problemlos erreichbar — per Zug, Boot oder Auto. Ein idealer Kurztrip aus der Hauptstadt.
Unser Reiseführer stellt dir die besten Ayutthaya-Sehenswürdigkeiten vor, gibt praktische Tipps und liefert alle wichtigen Infos für deine Reise.
Dieser Artikel ist Teil einer mehrteiligen Serie, die aus fast zwei Jahren Leben und Reisen in Thailand entstanden ist.
Allgemeine praktische Tipps zum Reisen in Thailand findest du hier:
- Praktischer Thailand-Reiseführer für Individualreisende
- Nordthailand Reiseführer – Transport, Unterkunft, Essen & mehr
Tipps zu einzelnen Städten, Reisezielen und Highlights findest du in den jeweiligen Guides:
- Phuket
- Bangkok
- Ko Samui
- Krabi, Ao Nang & Ko Lanta
- Chiang Mai & Umgebung
- Chiang Rai & Umgebung
- Pai
- Mae Hong Son

Warum du die Ayutthaya Tempel besuchen solltest
Ayutthaya wurde 1351 von einem Thai-König gegründet und wuchs zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Südostasiens heran. Auf seinem Höhepunkt lebten hier bis zu einer Million Menschen — die Stadt galt als eine der reichsten und schönsten der Welt.
Im Jahr 1767 wurde sie jedoch von der burmesischen Armee dem Erdboden gleichgemacht. Die weitläufigen Ruinen des alten Ayutthaya haben die Jahrhunderte überdauert — und genau sie verleihen dem Ort seinen außergewöhnlichen Charakter. Heute trägt die Stadt stolz den Titel UNESCO-Weltkulturerbe.

Die besten Ayutthaya Tempel und Sehenswürdigkeiten
Das historische Stadtzentrum ist im Grunde ein riesiger archäologischer Park — der Ayutthaya Historical Park. Ruinen von Dutzenden Tempeln, Überreste von Palästen und alten Straßen bilden ein faszinierendes Mosaik, das du stundenlang in Ruhe erkunden kannst.
Der Eintritt zu den meisten Tempeln ist kostenlos; nur die größten verlangen zwischen 20 und 50 THB pro Person.
Wat Mahathat
Einer der meistbesuchten Tempel und eines der bekanntesten Wahrzeichen Ayutthayas — ja, ganz Thailands.
Das absolute Highlight: der steinerne Buddha-Kopf, der von den Wurzeln eines Bodhi-Baums umschlungen wird.

Der Tempel diente einst als religiöses Zentrum der Stadt. Heute stehen nur noch die Umfassungsmauern, ein Teil der Hauptpagode, einige Stupas und Statuenfragmente — doch der Ort strahlt nach wie vor eine beeindruckende Kraft aus.
Am schönsten ist der Besuch früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang.
Wat Ratchaburana
Direkt neben dem Wat Mahathat gelegen — und persönlich mein Lieblingstempel des gesamten Komplexes. Du kannst die imposante Hauptpagode erklimmen und dabei einen weiten Blick über die Stadt genießen.
Bei Ausgrabungen wurden in den unterirdischen Kammern goldene Artefakte, Figuren und wertvolle Manuskripte entdeckt. Ein Teil davon ist heute im Nationalmuseum von Ayutthaya zu sehen.

Wat Phra Si Sanphet
Der heiligste und größte Tempel Ayutthayas. Er stand auf dem Gelände des Königspalastes und war Vorbild für den berühmten Wat Phra Kaew in Bangkok.
Die drei schlanken Chedis (Stupas) ragen in perfekter Symmetrie in den Himmel und gehören zu den fotogensten Motiven der Stadt.

Wat Lokayasutharam
Dieser Tempel wird von einer kolossalen liegenden Buddha-Statue dominiert — 37 Meter lang und 8 Meter hoch. Die Figur zeigt den Buddha im Moment des Erreichens des Nirvanas. Sie befindet sich in einem ruhigeren Stadtviertel und ist ein idealer Ort zum Durchatmen nach einem ereignisreichen Tag.
Wat Chaiwatthanaram
Ein beeindruckender Tempelkomplex am Westufer des Chao Phraya, etwas abseits der anderen Haupttempel und Paläste gelegen. König Prasat Thong ließ ihn im 17. Jahrhundert erbauen — nach dem Vorbild der Khmer-Architektur von Angkor.

Schwimmender Markt von Ayutthaya
Ursprünglich ein recht authentischer Floating Market, ist er heute vor allem ein Touristenmagnet. Dennoch bietet er eine angenehme Atmosphäre und eine bunte Mischung aus Essen und Souvenirs. Händler verkaufen sowohl von Booten als auch von hölzernen Ständen entlang der Kanäle.
Erlebnisse, die du in Ayutthaya nicht verpassen solltest
Eine Bootsfahrt auf dem Fluss
Ayutthaya liegt am Zusammenfluss dreier Flüsse — Chao Phraya, Pa Sak und Lopburi — und der Blick auf die Stadt vom Wasser aus ist schlicht atemberaubend. Auf einer zweistündigen Rundfahrt gleitest du an mehreren Tempeln vorbei und legst bei einigen davon an. Besonders beliebt sind die Sonnenuntergangsfahrten am Abend, wenn sich die ganze Stadt im Wasser spiegelt und die Tempel nach und nach ins Licht getaucht werden.
Du kannst eine Bootsfahrt vor Ort buchen — wer jedoch ein luxuriöseres Erlebnis möchte, sollte vorab online reservieren.

Die Stadt per Fahrrad erkunden
Viele Gästehäuser und Hotels verleihen Fahrräder kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr. Das flache Gelände ermöglicht es dir, die meisten Sehenswürdigkeiten bequem an einem einzigen Tag zu besuchen. An den wichtigsten Standorten gibt es Fahrradständer und Wasserverkäufer — das Rad ist schlicht die schönste Art, Ayutthaya zu entdecken.
Cafés und gutes Essen
Thailands Café-Kultur ist generell schwer zu toppen — und Ayutthaya überrascht mit einer erstaunlichen Auswahl an tollen Spots. Gönn dir eine Pause, probier dich durch und lass die Atmosphäre des Ortes auf dich wirken.
Empfehlenswerte Cafés:
- REACH Coffee slowbar
- Coffeenity Specialty Coffee bar & Roaster
- Coffee Station Ayutthaya
- Jacket Home Cafe
Auch Restaurants gibt es reichlich — ich hatte ein fantastisches Essen im Pannana Cafe and Eatery, direkt am Flussufer.
Nachtmarkt und Abendatmosphäre
Jeden Abend erwacht der Nachtmarkt von Ayutthaya entlang der Hauptstraße zum Leben: Essen, Kleidung und kleine Souvenirs wohin man schaut. Der Geruch von gegrillten Garnelen, Pad Thai und süßen Pfannkuchen zieht dich schon von Weitem an. Das Publikum besteht größtenteils aus Thais — und Thais nehmen gutes Essen sehr ernst, du bist also in besten Händen.

Unterkunft in Ayutthaya
Die meisten Unterkünfte konzentrieren sich rund um den Historischen Park und den Fluss. Das Angebot reicht von günstigen Hostels und Gästehäusern bis hin zu Designhotels mit Tempelblick.
Gehobene Hotels
Ideal, wenn du alles bequem zu Fuß erreichen möchtest.
- Syama Residence and Café – wunderschönes modernes Hotel im Thai-Stil mit Flussblick
- Cattani’s Riverside Home – private Villen mit Flussblick
- Kunst Ayutthaya – sehr stilvolles Hotel in zentraler Lage
Mittelklasse-Unterkünfte
In Ayutthaya schläfst du komfortabel für deutlich unter 20 € pro Nacht. Achte auf Wochenenden und thailändische Feiertage — dann steigen die Preise merklich.
- Ban Boonchu – traditionelle Unterkunft im historischen Zentrum
- Self-Check-in-Apartment by Baiput Hometel – einfache, aber saubere Zimmer mitten im historischen Stadtkern
- Your Home AYUTTHAYA – freundliches Gästehaus mit gutem Frühstück
Budget-Unterkünfte
Besonders geeignet für Alleinreisende. Meist Schlafsäle im Dormitory-Stil, Preise pro Person.
- Room Story Hostel
- Baan Are Gong Riverside Homestay – einfache Zimmer mit gemeinsamem Bad zu einem sehr guten Preis
- Siri Guesthouse
Praktische Informationen für Reisende
So kommst du von Bangkok nach Ayutthaya
Am schnellsten geht es mit dem Auto oder einem privaten Transfer — persönlich empfehle ich aber die Fahrt mit dem Regionalzug oder die Anreise per Boot. Wer wenig Zeit hat, ist auch mit einem gut organisierten Tagesausflug bestens bedient.
Mit dem Zug
Seit der Eröffnung des neuen Bangkoker Hauptbahnhofs ist die Zugverbindung nach Ayutthaya etwas komplexer geworden. Regionalzüge fahren weiterhin vom alten Bahnhof Hua Lamphong ab, während Schnellzüge auf langen Strecken nun vom neuen Terminal Krung Thep Aphiwat abfahren.
Meine persönliche Empfehlung: Nimm einen Regionalzug in einem alten Wagen der dritten Klasse mit Holzbänken. Hier bekommst du ein echtes Gefühl für das alte Asien. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden, das Ticket kostet rund 20 THB.
Regionalzüge ab Bahnhof Hua Lamphong fahren zu folgenden Zeiten (Stand 2025): 04:15, 05:05, 09:30, 11:15, 11:30, 12:55, 14:10, 16:30, 17:00, 17:30 und 18:20 Uhr.
Du kannst auch am Bahnhof Don Mueang Airport einsteigen — dieser liegt an der alten Strecke und ist über die Fußgängerbrücke des Flughafens erreichbar.
Natürlich kannst du auch einen der Schnellzüge Richtung Norden nehmen. Die schnellste Verbindung dauert rund 50 Minuten. Fahrpläne und Tickets findest du bei Thailand Trains.
Ayutthaya liegt auch praktisch auf dem Zugweg nach oder von Chiang Mai — alle Tages- und Nachtzüge halten hier.
Mit dem Minibus oder Bus
Öffentliche Busse und Minivans fahren vom Nördlichen Busbahnhof – Mo Chit 2 ab. Einfach vor Ort fragen — es fährt fast immer bald etwas.
Eine praktischere Alternative ist ein Minivan ab der Station Victory Monument. Die Fahrt dauert rund anderthalb Stunden.
Mit dem Taxi oder privaten Transfer
Die komfortabelste und unkomplizierteste Option — allerdings auch die teuerste. Entweder ein über eine App gebuchtes Taxi oder besser noch ein vorab organisierter Privattransfer. Die Preise beginnen bei rund 800 THB für eine einfache Fahrt.
Ein wichtiger Hinweis: Versuch nicht, mit dem Tuk-Tuk nach Ayutthaya zu fahren. Wirklich keine gute Idee. Ein kurzer Blick auf Google Maps zeigt dir, welche Autobahn dich erwartet …
Per Boot
Das Slow Boat braucht rund 5 Stunden und bietet einen völlig anderen Blick auf die Außenbezirke Bangkoks. Es handelt sich um einen Touristenservice; das Ticket kostet etwa 55 € pro Person — du kannst es online buchen.
Fortbewegung in Ayutthaya
- Fahrrad: Die beste Art, die Stadt zu erkunden. Die Miete kostet rund 50 THB pro Tag, viele Gästehäuser verleihen Räder kostenlos.
- Scooter: Ideal, wenn du auch weiter entfernte Tempel besuchen möchtest. Die Miete liegt bei etwa 200–300 THB pro Tag.
- Tuk-Tuk: Praktisch für kürzere Strecken oder abendliche Transfers. Preis immer vorher aushandeln.

Verhaltensregeln in den Tempeln
Schultern und Knie sollten beim Besuch bedeckt sein. Schuhe immer vor dem Betreten eines Heiligtums ausziehen, Buddha-Statuen nicht anfassen. Auch beim Fotografieren gilt: Respekt zeigen.

Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit sollte ich für Ayutthaya einplanen?
Ein Tagesausflug von Bangkok reicht für die meisten aus. Ich empfehle jedoch dringend, mindestens eine Nacht zu bleiben — idealerweise zwei. Abends und früh morgens herrscht eine völlig andere Stimmung als im Trubel des Mittags, und du hast die Sehenswürdigkeiten weitgehend für dich, sobald die Tagestouristen wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt sind.
Kann ich Ayutthaya auf eigene Faust erkunden, oder ist eine geführte Tour besser?
Ayutthaya lässt sich sehr gut alleine entdecken. Die Tempelzugänge sind gut ausgeschildert, und an den Informationszentren gibt es kostenlose Karten. Wer mehr historischen Hintergrund möchte, kann an den Tempeleingängen lokale Guides für rund 300–500 THB buchen.
Was soll ich für den Tempelbesuch anziehen?
Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Bei der Hitze eignet sich leichte Baumwollkleidung gut — alternativ ein Tuch, das du dir über die Schultern legen kannst. Schuhe müssen vor dem Betreten von Heiligtümern ausgezogen werden.
Kann ich Ayutthaya zu Fuß erkunden?
Ja, aber die Abstände zwischen einzelnen Tempeln sind oft größer, als sie auf der Karte wirken. Ein Fahrrad oder Scooter ist die ideale Lösung — ergänzt durch gelegentliche Tuk-Tuk-Fahrten.
Ist Ayutthaya sicher?
Ja — die Stadt gilt als eine der sichersten in ganz Thailand. Halte dich abends an die Hauptstraßen und Parks im Zentrum. Die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig.
Wann sind die Sehenswürdigkeiten geöffnet?
Die meisten Tempel sind täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Kann ich in Ayutthaya mit Karte zahlen?
In größeren Restaurants und Hotels ja. Auf Märkten und an Essensständen gilt Bargeld. Geldautomaten findest du an fast jeder Ecke.

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