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Třebíč in Tschechien liegt abseits der touristischen Hauptrouten; es gibt hier kein Wahrzeichen, das jeder kennt, und keinen berühmten Instagram-Spot – und trotzdem beherbergt die Stadt gleich zwei UNESCO-Welterbestätten — darunter ein außergewöhnlich gut erhaltenes Jüdisches Viertel, das in ganz Europa einzigartig ist.
Eines davon ist zugleich das einzige Zeugnis jüdischer Kultur außerhalb Israels, das es jemals auf diese Liste geschafft hat.
Selbst in der Hochsaison hält sich der Touristenstrom in einem angenehmen Rahmen, Warteschlangen vor den Sehenswürdigkeiten sind selten – und dabei gibt es so viel zu entdecken. Egal, ob als Tagesausflug oder ob du dich entscheidest, eine Unterkunft zu buchen und zwei bis drei Tage zu bleiben.
Dieser Reiseführer richtet sich an Individualreisende, die verstehen wollen, was Třebíč jenseits von UNESCO-Floskeln zu bieten hat. Du findest hier auch praktische Informationen: wo du parken kannst, was der Eintritt kostet, wo du gut zu Mittag essen kannst und was es in der Umgebung zu sehen gibt.


Warum Třebíč, Tschechien, einen Besuch lohnt
Das Hauptargument ist simpel: zwei UNESCO-Stätten in einer kompakten Stadt, die sich in einem halben Tag zu Fuß erkunden lässt. Třebíčs UNESCO-Denkmäler liegen im Zentrum am linken Ufer des Flusses Jihlava und sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt.
Der besondere Wert von Třebíčs Denkmälern liegt vor allem darin, dass hier Christen und Juden – zwei verschiedene Volksgruppen mit unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Traditionen – über Jahrhunderte auf engem Raum zusammenlebten, und zwar weitgehend ohne große Konflikte.
Das ist eine historische Tatsache, die im europäischen Maßstab keineswegs selbstverständlich ist – und genau deshalb hat das hiesige Viertel eine so große historische Bedeutung.


Das Jüdische Viertel von Třebíč zählt zu den am besten erhaltenen städtischen Ensembles Europas. Der hiesige Jüdische Friedhof ist nach dem in Prag der zweitgrößte in Tschechien, und die Prokopius-Basilika beeindruckt mit einer einzigartigen Mischung aus romanischem und gotischem Stil, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht.
Dazu kommt: In Třebíč kannst du hervorragend essen, in die schöne Natur hinausfahren oder eine ganztägige Fahrradtour planen.
Hinzu kommt die günstige Lage – Třebíč ist etwa eine Autostunde von Brno entfernt und liegt in vernünftiger Reichweite zu anderen interessanten Orten in der Vysočina. Wer eine Reise durch Südwestmähren plant, findet hier einen natürlichen Ausgangspunkt oder eine ideale Zwischenstation.
Wie lange solltest du bleiben?
Třebíč eignet sich als Tagesausflug, wenn du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne tiefergehende Erkundung sehen möchtest.
Mit dem Zug von Brno bist du in einer Stunde hier; das Zentrum ist überschaubar, und die wesentlichen Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem in vier bis fünf Stunden ablaufen. Noch bleibt Zeit für ein Mittagessen und einen möglichen Abstecher zum Karlsplatz.

Mit dem Auto dauert die Fahrt 2 Stunden; die Zugverbindung ist leider weniger praktisch. Třebíč funktioniert daher am besten als Teil eines längeren Mähren-Aufenthalts, oder du machst auf der Durchreise einen halbtägigen Abstecher von der nahe gelegenen Autobahn D1.
Wer auch Ausflüge in die Umgebung unternehmen oder die Atmosphäre des Jüdischen Viertels in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, nachdem die meisten Tagestouristen abgereist sind, wird eine oder zwei Nächte direkt in der Stadt zu schätzen wissen.
Für ein erlebnisreiches Wochenendprogramm reicht es allemal – besonders wenn du einen Ausflug nach Telč, Náměšť nad Oslavou oder Jaroměřice nad Rokytnou einplanst.

Was du sehen und besuchen solltest
Jüdisches Viertel — Třebíčs UNESCO-Erbe
Das ehemalige jüdische Ghetto liegt am linken Ufer der Jihlava und bildet eine eigene Stadt in der Stadt. Es erstreckt sich über mehr als vier Hektar und bot einst fast 1.600 Einwohnern eine Heimat.
Heute kommen die meisten Besucher von Třebíč hierher – und dennoch hat das Viertel den Charakter eines wirklich bewohnten Ortes, kein Freilichtmuseum.

Das Viertel besteht aus einer Gruppe von rund hundert erhaltenen Häusern, ergänzt durch Gebäude ehemaliger jüdischer Einrichtungen – Rathaus, Rabbinatsgebäude, Armenhaus, Krankenhaus und Schule. Enge Gassen, Durchgänge namens „Prampouchy“, Balkone und Veranden ergeben ein Stadtbild, das in Tschechien seinesgleichen sucht.
Das Viertel ist frei zugänglich und kann ohne Ticket durchwandert werden. Komm einfach vorbei und streife durch die Gassen – Infotafeln an den wichtigsten Häusern liefern den nötigen Kontext.
Wer mehr möchte, dem empfehlen wir die weiter unten beschriebene Führung. Alternativ kannst du den Audioguide auf Tschechisch nutzen, der kostenlos zum Download bereitsteht.


Hintere Synagoge und das Haus von Seligmann Bauer
Die zwei bedeutendsten Gebäude des gesamten Viertels stehen direkt nebeneinander, und die Führungsrundgänge verbinden sie miteinander.
Die Hintere Synagoge wurde 1669 im Renaissance-Stil erbaut. Das Innere ist mit einzigartigen Malereien aus dem frühen 18. Jahrhundert ausgestattet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Synagoge als Obst- und Gemüselager; in den 1990er Jahren wurde sie umfassend restauriert und als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In der Frauengalerie der Synagoge ist eine Ausstellung zu jüdischen Themen sowie ein einzigartiges Modell des Jüdischen Viertels im Maßstab 1:100 zu sehen, das den Zustand von 1850 zeigt. Das Modell allein ist einen Besuch wert – es vermittelt einen Überblick über die Ausdehnung des Viertels, den man beim Durchstreifen der Gassen leicht aus dem Blick verliert.
Neben der Synagoge steht das Haus von Seligmann Bauer von 1798, in dem eine Ausstellung zum Alltag einer jüdischen Familie der Zwischenkriegszeit zu sehen ist. Im Erdgeschoss befindet sich ein Lebensmittelgeschäft, oben Küche und Schlafzimmer, und im Hofanbau eine Ausstellung zur Metzgerei.
Das Touristenbüro befindet sich direkt in der Hinteren Synagoge.
Neben Führungen durch die Hintere Synagoge und die Ausstellung im jüdischen Familienhaus werden zwei größere Rundgänge angeboten. Rundgang I umfasst eine Führung durch die Hintere Synagoge kombiniert mit dem Haus von Seligmann Bauer und einem Spaziergang durch das Jüdische Viertel (1,5–2 Stunden). Rundgang II wird durch einen Besuch des Jüdischen Friedhofs ergänzt (2–2,5 Stunden).

Eintrittspreise:
- Hintere Synagoge ohne Führung: 80 CZK pro Person, Familien 220 CZK.
- Führung durch die Hintere Synagoge und das Haus von Seligmann Bauer: Erwachsene 180 CZK, Studenten, Senioren und Kinder ab 6 Jahren 140 CZK.
- Rundgang I: Erwachsene 230 CZK, ermäßigt 180 CZK.
- Rundgang II: Erwachsene 260 CZK, ermäßigt 200 CZK.
Führungen auf Englisch sind ca. 30 % teurer.
HINWEIS – Rundgänge sind nur in der Saison (April–Oktober) möglich und müssen mindestens 1 Woche im Voraus für mindestens 4 Personen gebucht werden.
Die Angaben gelten für 2026; bitte aktuell auf der offiziellen Website überprüfen.

Jüdischer Friedhof
Der Friedhof wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts am nördlichen Hang des Hrádek angelegt. Er ist einer der größten im Land – er enthält rund 3.000 Grabsteine und fast viermal so viele Gräber (11.000), von denen das älteste auf das Jahr 1631 datiert wird.
Vom Friedhof ist es etwa zehn Minuten zu Fuß entlang eines gewundenen Pfades zur Hinteren Synagoge, leicht bergauf.
Der Eintritt ist frei.

Prokopius-Basilika
Direkt über dem Fluss, im Komplex eines ehemaligen Benediktinerklosters, steht eines der architektonisch bemerkenswertesten Gebäude Mährens.
Die dreischiffige Prokopius-Basilika besticht durch eine einzigartige Verbindung aus romanischem und gotischem Stil, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht.
Der älteste erhaltene Teil der Kirche ist die Krypta, die bis ins 16. Jahrhundert als Begräbnisstätte für Äbte und Klosterwohltäter diente. Jede der fünfzig romanischen Säulen im Inneren ist mit einem Kapitell mit Pflanzenmotiv gekrönt – und keine gleicht der anderen.
Die Krypta ist still, dunkel und hinterlässt einen starken Eindruck – sie ist einer der authentischsten romanischen Räume, die du in Tschechien zu sehen bekommst.


An den Wänden der Abtskapelle haben sich Fresken erhalten, die nicht nur als Dekoration dienten, sondern auch als „Lehrmaterial“ – mittelalterliche Gläubige, die weder lesen noch schreiben konnten, sahen an den Kirchenwänden Motive des Glaubens, die sogenannte Bibel der Armen.
Achte auch auf die romanische Rosette mit ihrem originalen zeitteiligen Steinmaßwerk.
Führungen und Eintrittspreise:
Die Basilika kann sowohl mit einer Führung als auch auf eigene Faust besichtigt werden. Geführte Touren (nur in der Saison) müssen in der Regel im Voraus gebucht werden.
- Selbstgeführte Besichtigung: 80 CZK pro Person, Familien 220 CZK.
- Geführte Tour: regulärer Preis 180 CZK, ermäßigt 140 CZK, Familien 400 CZK.


Schloss Třebíč
Direkt oberhalb der Basilika und des Flusses thront ein Renaissance-Schloss, das im 16. Jahrhundert durch den Umbau des ursprünglichen Benediktinerklosters entstand. Heute beherbergt der Komplex einen Teil der Museumssammlungen und kann mit einer Führung besichtigt werden.
Für den durchschnittlichen Besucher ist die Basilika interessanter – das Schloss empfehlen wir denjenigen, die mehr über die Geschichte der Region erfahren möchten. Die Ausstellungen sind leider hauptsächlich auf tschechischsprachige Besucher ausgerichtet.

Karlsplatz und das Stadtzentrum
Der Hauptplatz bildet das natürliche Zentrum von Třebíč. Hier stehen das Bemalte Haus mit seiner Renaissance-Fassadenverzierung und der Turm der St.-Martins-Kirche, den du für einen Blick über die Stadt besteigen kannst.
Der Platz und seine Umgebung sind auch das gastronomische Zentrum der Stadt – die meisten Cafés, Restaurants und Weinbars sind genau hier konzentriert.

Lehrpfad: Auf den Spuren von Äbten und Rabbinern
Die Route beginnt am Karlsplatz und führt dich zu den interessantesten Punkten im Jüdischen Viertel, zum Friedhof und zur Prokopius-Basilika. Sie ist drei Kilometer lang und für Fußgänger, Radfahrer und Kinderwagen geeignet.
Es ist der beste Weg, um alle wichtigen Orte zu einem einzigen Spaziergang zu verbinden.
Weniger bekannte Geheimtipps
Aussichtsturm Pekelný kopec
Ein Aussichtsturm einige Kilometer südlich der Stadt mit einem schönen Blick über die Vysočina-Landschaft – bei guter Sicht soll man bis zu den österreichischen Alpen sehen können.
Du erreichst ihn zu Fuß über den thematischen Pfad zum Pekelný kopec oder auf dem grünen Wanderweg direkt vom Stadtzentrum von Třebíč. Bei der zweiten Option lohnt sich ein Stopp am kleineren Aussichtspunkt Vodárna Kostelíček, der einen tollen Blick über die Stadt bietet.
Windmühle Třebíč
Eine renovierte holländische Windmühle von 1836 am Stadtrand. Ein wenig besuchter Ort, aber ein schönes Zeugnis der lokalen Industriegeschichte.
Du kannst sie zu Fuß über einen unmarkierten Pfad an der Eisenbahnbrücke entlang erreichen oder mit dem Auto hinfahren.
Sie ist nur in der Saison geöffnet; aktuelle Öffnungszeiten findest du unter www.vetrnymlyntrebic.cz.

Ökotechnisches Zentrum Alternátor
Ein Science-Center im ehemaligen Baťa-Fabrikgelände – ein geeigneter Stopp für Familien mit Kindern oder alle, die sich für Industriearchitektur interessieren.
Mehr Informationen findest du unter www.alternator.cz.
Was tun in Třebíč bei Regen?
Schlechtes Wetter ist in Třebíč kein großes Problem – im Gegenteil, das Jüdische Viertel hat bei Regen oder Schnee einen ganz besonderen Charme, und die wichtigsten anderen Attraktionen sind überdacht.
Das Vysočina-Museum Třebíč im Schlosskomplex bietet vier Dauerausstellungen, die leicht zwei bis drei Stunden füllen können. Die mineralogische Sammlung umfasst eine außergewöhnliche Kollektion mährischer Moldavite, der Klosterbereich erklärt die Geschichte des Benediktinerordens direkt in den originalen Räumlichkeiten, und die Waldstein-Ausstellung ermöglicht es dir, durch noble Innenräume zu spazieren.
Die vierte Ausstellung im Museum beleuchtet die Schicksale von Menschen und Orten der Vysočina durch die Jahrhunderte – einschließlich der Geschichte von Antonín Kalina, einem gebürtigen Třebíč-Bewohner, der in Buchenwald fast 900 jüdische Kinder rettete.

Wenn du mit Kindern unterwegs bist, rettet dich der Aquapark Laguna vor dem Regen. Ein ganzjährig geöffneter Innenkomplex mit Wasserrutsche, Erlebnisbecken mit Wildwasserfluss, Whirlpools und einem Wellnessbereich mit Saunawelt.
Eine weitere Option wäre das bereits erwähnte Science-Center Alternátor.
Ausflüge von Třebíč
Třebíč liegt mitten in einer Region, in der sich auf verhältnismäßig kleinem Raum eine ungewöhnliche Dichte an Barock- und Renaissancedenkmälern findet.
Wir empfehlen vier Ausflüge, die sich als ganztägiger Abstecher anbieten – alle sind mit dem Auto in 30 Minuten erreichbar, zwei davon auch bequem mit dem Zug.
Telč
Etwa 35 Kilometer westlich von Třebíč findest du eine weitere UNESCO-Stadt – Telč.
Der historische Marktplatz, gesäumt von gotischen und Renaissance-Bürgerhäusern mit Arkaden und reich verzierten Giebeln, steht seit 1992 auf der Welterbeliste.

Direkt vom Platz aus betrittst du das Schloss Telč – eine Renaissance-Residenz mit Stuckdekorationen und Sgraffito, die sich im Teich spiegelt.
Telč lässt sich in zwei bis drei Stunden erkunden, sodass es sich problemlos mit Třebíč zu einem Tagesausflug kombinieren lässt.
Náměšť nad Oslavou
Wenn du von Třebíč in Richtung Brno fährst, erreichst du Náměšť nad Oslavou in 20 Minuten.
Das Wahrzeichen der Stadt ist ein Renaissance-Schloss, das auf einem Felsen hoch über dem Fluss Oslava thront und hervorragende Führungen bietet – darunter ein Besuch des ehemaligen Wintergartens mit Blick auf die Stadt und eine prächtige Bibliothek mit rund 1.600 Büchern.

Ein charakteristisches Merkmal der Stadt selbst ist die steinerne Barockbrücke über den Fluss Oslava.
Náměšť ist auch mit dem Zug gut erreichbar – wie in Třebíč halten hier sowohl Nahverkehrszüge als auch Expresszüge nach Brno.
Jaroměřice nad Rokytnou
Etwa 15 Kilometer südlich von Třebíč gelegen. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Barockschloss, das zu den größten Barockensembles in ganz Europa zählt. Die Innenräume beherbergen verzierte Säle, Gemäldesammlungen und historisches Mobiliar.
Der gepflegte weitläufige Schlosspark, durch den die Rokytná fließt, ist allein schon einen Besuch wert – und der Eintritt ist frei.

Direkt neben dem Schloss steht die St.-Margareten-Kirche, die baulich mit ihm verbunden ist. Sie wirkt nicht nur von außen monumental, sondern auch im Innern – die Ausstattung und die Orgel, auf der regelmäßig Konzerte stattfinden, sind beeindruckend.
Nach Jaroměřice gelangst du von Třebíč aus auch mit dem Zug, mit einem Umstieg in Okříšky.
Velké Meziříčí
Ein natürlicher Zwischenstopp für alle, die mit dem Auto über die D1 nach Třebíč reisen. Velké Meziříčí liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Třebíč, und seine Wahrzeichen sind die höchste Autobahnbrücke des Landes sowie das Renaissance-Schloss.

Sehenswert ist auch der Turm der St.-Nikolaus-Kirche mit Aussichtspunkt und die größte beleuchtete Uhr Tschechiens. Für einen kurzen Stopp reichen ein bis zwei Stunden; wer die Stadt in Ruhe erkunden möchte, sollte einen halben Tag einplanen.
Wohin als Nächstes? Begib dich auf eine Reise durch Südmähren
Essen und Trinken in Třebíč
Für tschechische Verhältnisse bietet Třebíč überraschend viele gute Lokale zum Essen und zum Kaffeetrinken. Gutes Bier versteht sich von selbst, und sogar eigener Whisky wird hier produziert.
Wo du gut essen und Bier trinken kannst
- Adam’s Bar & Bistro – ein Bistro, das mich immer wieder überrascht. Tolles Essen (unbedingt den Burger probieren!), professioneller Service, gute alkoholische und alkoholfreie Getränke – und das zu vernünftigen Preisen.
- Hotel Kocour & Restaurant – ein Restaurant am Rand des Jüdischen Viertels mit Sitzplätzen in einem schönen Innenhof und sehr anständigem Essen.
- Lucky’s Vege Bistro – schlicht, ehrlich und gut. Ein Bistro mit vegetarischen, veganen und glutenfreien Gerichten direkt im Jüdischen Viertel.
- Thomas•Dyntar original Trebic whisky bar – eine stilvolle Bar in der jüdischen Stadt mit eigenem Whisky, einer großen Auswahl an Gins und großartigem Bier.
- Centrum Lihovar – eine Mikrobrauerei mit Restaurant in der Nähe der Basilika. Wahrscheinlich die beste Adresse für klassische tschechische Küche.
- Skoro Katering – ein saisonaler Luxus-Imbissstand. Du findest ihn etwas außerhalb des Zentrums, auf dem Weg ins Stařečský-Bachtal.
- Chléb z Třebíče – ehrliches Brot, Brötchen und Kuchen. Was will man mehr?

Wo du Kaffee und Süßes bekommst
- Obývák bistro a káva – sehr gute Frühstücksangebote und kleine Gerichte tagsüber, angenehme Atmosphäre, freundlicher Service und guter Kaffee.
- Kiwi Café – ein kleines gemütliches Café mit hervorragendem Kaffee und hausgemachtem Gebäck.
- Mosa Cafe – eine Espressobar am Rand des Jüdischen Viertels, erstklassiger Kaffee, eine Kleinigkeit zu essen und schöne Sitzmöglichkeiten im Innenhof.
- Kavárna za pecí – ein wunderschöner Raum auf dem Weg zur Basilika und zum Schloss, ausgezeichneter Kaffee und Desserts, sehr angenehmer Service.
- Papi Café – ich würde hier vor allem wegen der ehrlichen Desserts hingehen.
- Vzpomínka víno & káva – in erster Linie eine Weinbar, aber mit tollen Desserts, kleinen herzhaften Gerichten und gutem Kaffee.
Koscher und jüdische Spezialitäten
Ein Lokal mit direkt traditioneller jüdischer Küche findest du in Třebíč leider nicht – schade. Zum Glück bieten mehrere Orte im Jüdischen Viertel zumindest einen kleinen Vorgeschmack.
- Kavárna Vrátka – bietet Desserts nach traditionellen Rezepten aus frischen Zutaten an, darunter typisch jüdische Süßigkeiten wie Matzen oder Hamantaschen. Das Café wird von Menschen mit Behinderungen betrieben und ist ganzjährig geöffnet.
- Lucky’s Vege Bistro – hat oft von jüdischer Küche inspirierte Gerichte auf der Speisekarte.
In der Hochsaison findest du jüdische Gerichte gelegentlich auch auf den Tageskarten anderer Restaurants – da lohnt es sich, nachzufragen und die Augen offen zu halten.

Wo du übernachten kannst
Třebíč ist keine große Stadt, und die meisten Touristen kommen nur für einen Tag – erwarte also keine riesige Unterkunftsauswahl. Trotzdem findest du problemlos Angebote in fast allen Preisklassen.
Empfohlene Unterkünfte:
- Apartments Aron Stinná – eine sehr stilvolle Zweizimmerwohnung direkt im Jüdischen Viertel.
- Apartmány Nathan – wunderbare Unterkunft in einem der alten jüdischen Häuser, mit vielen liebevollen Details.
- Hotel Joseph 1699 – ein angenehmes Familienhotel im Jüdischen Viertel mit ausgezeichnetem Frühstück. Ideal für eine oder zwei Nächte.
- Hotel Kocour – ein schönes kleines Hotel am Rand des Jüdischen Viertels mit gutem Restaurant.
- Studio 611 – eine Ferienwohnung, die sich gut für einen längeren Aufenthalt mit Kindern eignet.

Praktische Informationen
Wie du nach Třebíč kommst
Mit dem Zug von Brno
Die bequemste Option. Ein direkter Expresszug vom Brnoer Hauptbahnhof braucht etwa eine Stunde und fährt alle zwei Stunden.
Derselbe Zug bringt dich in die andere Richtung nach Jihlava und České Budějovice – im letzteren Fall musst du jedoch eine längere Fahrtzeit einplanen.
Der Bahnhof in Třebíč liegt etwa 500 Meter vom Zentrum entfernt, und alle Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar.
Auch für die Anreise aus Wien lohnt sich der Zug; die Fahrt dauert mit einem Umstieg in Brno etwa 3 Stunden.
Mit dem Bus
Von Prag und Brno fahren direkte Busse hierher, die Fernverbindungen sind jedoch nicht sehr häufig.
Für die Anreise aus Prag kannst du auch die Kombination Bus nach Jihlava + Zug nach Třebíč nutzen.
Aktuelle Verbindungen findest du auf idos.cz.
Mit dem Auto
Die logischste Lösung für alle, die aus Prag oder anderen Orten in Böhmen anreisen. Třebíč ist von der Autobahn D1 aus gut erreichbar – Ausfahrt Velké Meziříčí, dann etwa 15 Kilometer nach Süden.
Die Fahrt von Prag nach Třebíč dauert etwas über zwei Stunden mit dem Auto.
So kommst du in der Stadt herum
Das Zentrum von Třebíč ist kompakt, und alle wichtigen UNESCO-Stätten sind durch einen drei Kilometer langen Lehrpfad miteinander verbunden. Du schaffst alles zu Fuß, ohne öffentliche Verkehrsmittel zu benötigen.
Alternativ verkehren in Třebíč mehrere Stadtbuslinien; am interessantesten für dich dürfte Linie 10 sein, die vom Bahnhof zum Jüdischen Viertel und zum Schloss fährt.
Für längere Ausflüge in die Umgebung ist ein Auto praktisch – oder zumindest ein Fahrrad.
Parken
Beachte, dass es in der Saison in der Nähe der Sehenswürdigkeiten sehr voll werden kann.
Am Žerotínovo-Platz gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz nahe dem Jüdischen Viertel; direkt ins Viertel dürfen nur Anwohner einfahren.
Die meisten Straßen im Zentrum sind gebührenpflichtig, oder du stößt auf Anwohnerparkzonen mit eingeschränkten Möglichkeiten für Auswärtige.
Oberhalb von Schloss und Basilika kannst du bei der Destillerie kostenlos parken, aber an Wochenenden und im Sommer ist dieser Platz fast immer belegt.
Die gebührenpflichtigen Parkplätze am Komenského-Platz und V. Nezvala sind eine sichere Wahl.
Das Parken überall in der Stadt kannst du bequem über die EasyPark-App bezahlen – sie ist auch auf Englisch verfügbar.
Wann du nach Třebíč reisen solltest
Die Haupttouristensaison läuft von April bis Oktober. Im Sommer sind die Öffnungszeiten länger und Führungen finden regelmäßiger statt. Außerhalb der Saison – besonders im Dezember, Januar und Februar – sind manche Ausstellungen eingeschränkt oder geschlossen.
Třebíč ist selbst im Sommer nicht überlaufen, aber wer Ruhe bevorzugt, wird einen Besuch im Frühling (April–Juni) oder Herbst (September–Oktober) zu schätzen wissen, wenn die Unterkunftspreise niedriger und das Wetter noch angenehm sind.



