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Weniger als 2 Stunden von Wrocław und eine Autostunde von der tschechischen Grenze entfernt liegt eine Stadt, die die Polen selbst Kleines Prag nennen. Über Kłodzko erhebt sich eine der größten Festungen Mitteleuropas, unter der Altstadt erstrecken sich kilometerlange unterirdische Tunnel, und über den Kanal Młynówka spannt sich eine gotische Brücke, die sich durchaus mit Prags berühmter Karlsbrücke messen kann.
Kłodzko liegt zudem mitten im Glatzer Kessel und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge ins Tafelgebirge, hinauf zum Śnieżnik und in die charmanten Kurstädte der Region.

Dieser Reiseführer richtet sich an Reisende, die Kłodzko entweder als Tagesausflug erkunden oder es als Basis für ein langes Wochenende in der weiteren Region nutzen möchten.
Warum Kłodzko einen Besuch lohnt
Die Geschichte Kłodzkos reicht bis ins Jahr 981 n. Chr. zurück, als der Chronist Cosmas die Stadt als böhmische Burg erwähnte.
Im Laufe der Jahrhunderte gehörte die Stadt zu Böhmen, Österreich und Preußen – und diese vielschichtige Vergangenheit zeigt sich auf Schritt und Tritt: von einer gotischen Kirche, die vom Erzbischof von Prag gestiftet wurde, bis hin zu einer preußischen Festung, die Kłodzko zu einem der am stärksten befestigten Orte Schlesiens machte.

Verglichen mit dem überfüllten Kraków oder Wrocław ist Kłodzko noch verhältnismäßig ruhig – wenngleich sich im Sommer an Wochenenden Warteschlangen vor der Festung bilden. Auch Direktzüge zwischen Prag und Wrocław halten hier, was Kłodzko zu einer einfachen Ergänzung für eine breitere Polen-Reise macht.
Wie viel Zeit du in Kłodzko einplanen solltest
Die Stadt selbst lässt sich gut an einem Tag erkunden.
Morgens Festung und gotische Brücke plus ein Bummel durch die Altstadtgassen, nachmittags die Untergrundroute unter dem Marktplatz – das ergibt entspannte sechs bis sieben Stunden inklusive Mittagspause.

Wenn du Tagesausflüge in die Umgebung planst, solltest du mindestens zwei volle Tage einrechnen. Die Felsstadt am Szczeliniec oder die Schädelkapelle lassen sich als Nachmittagsergänzung zur Stadttour kombinieren, aber der Śnieżnik und die Bärenhöhle verdienen jeweils einen eigenen Ausflug.
Wer mehr als einen schnellen Abstecher plant, dem empfehlen wir drei Tage: einen für die Stadt, einen für die Berge rund um Wambierzyce und den Szczeliniec, und einen für den Śnieżnik.
Die wichtigsten Highlights auf einen Blick
- Twierdza Kłodzko (Festung Kłodzko) – eine der besterhaltenen Festungen Polens.
- Gotische Johannesbrücke – die älteste gotische Brücke Polens und der Grund für den Spitznamen „Kleines Prag“.
- Unterirdische Touristenroute – mittelalterliche Keller unter dem Marktplatz und der Altstadt; eine tolle Option bei Regen.
- Szczeliniec Wielki Felsstadt – der höchste Gipfel im Tafelgebirge mit weitem Panoramablick über den Glatzer Kessel.
- Schädelkapelle in Kudowa-Zdrój – ein einzigartiges sakrales Denkmal aus menschlichen Überresten.
- Wambierzyce – das sogenannte Schlesische Jerusalem mit einer Barockbasilika und Polens ältestem mechanischen Krippenspiel.

Festung Kłodzko (Twierdza Kłodzko)
Über der Stadt thront eine Festung, die zu den größten und besterhaltenen Befestigungsanlagen Mitteleuropas zählt.

Die Grundlagen reichen ins zehnte Jahrhundert zurück, als auf dem Burgberg eine böhmische Festung stand. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu einem Schloss, dann zu einer Verteidigungsanlage, und im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert kamen unter preußischer Herrschaft die Bastionen hinzu, die das heutige Bild der Festung prägen.
Der Besuch gliedert sich in zwei separate Routen mit eigenem Eintritt – die Oberroute und die unterirdischen Labyrinthe. Wir empfehlen, gleich eine Kombi-Karte zu kaufen, da sich beide Routen perfekt ergänzen und es schade wäre, nur eine davon zu machen.
Oberroute
Die Oberroute führt durch Innenhöfe, Kasematten und ehemalige Gefängnistrakte und spannt Jahrhunderte Militärgeschichte auf – – von den Schlesischen Kriegen und den Napoleonischen Feldzügen bis hin zum berüchtigten Festungsgefängnis, aus dem der preußische Offizier Friedrich von der Trenck im 18. Jahrhundert spektakulär floh.

Das Highlight ist der Aufstieg zum Donjon, dem höchsten Punkt der Festung. Von der Aussichtsplattform siehst du bei klarem Wetter ganz Kłodzko und die fernen Gebirgskämme, darunter das Tafelgebirge und den Śnieżnik.

Eine Führung auf der Oberroute dauert ungefähr anderthalb Stunden.
Unterirdische Labyrinthe
Unter der Festung verlaufen über vierzig Kilometer Tunnel, von denen sieben als Verteidigungslabyrinth gegen feindliche Minenoperationen angelegt wurden. Besucher können einen etwa einen Kilometer langen Abschnitt des Labyrinths erkunden.

Die Gänge waren dazu gedacht, feindliche Mineure abzuwehren, die die Mauern unterhöhlen wollten. In manchen Abschnitten sind sie so niedrig, dass du dich ducken oder fast in die Knie gehen musst.
Unter der Erde herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa sechs bis zehn Grad Celsius – bring also auch im Hochsommer eine Jacke oder einen Pullover mit. Für Menschen mit Klaustrophobie ist die Tour nicht geeignet, und Kinder müssen für den Eintritt ins Labyrinth mindestens fünf Jahre alt sein.
Ober- und Untergrundroute zusammen dauern insgesamt ungefähr drei Stunden.
Praktisches – Tickets, Öffnungszeiten, Buchung
Betritt die Festung von der Altstadtseite – nicht vom großen Parkplatz oberhalb der Festung.

Öffnungszeiten: In der Hochsaison (April bis September) ist die Festung von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet; im Oktober von 9:00 bis 17:00 Uhr; in der Nebensaison (November bis März) bis 16:00 Uhr. Letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung.
Preise: Eine Kombi-Karte (Oberroute + Labyrinth) kostet 60 PLN (regulär) bzw. 50 PLN (ermäßigt). Einzelrouten kosten jeweils 38 / 30 PLN.
Aktuelle Informationen findest du immer auf der Website der Festung.
Trag festes Schuhwerk und nimm für den Untergrundteil etwas Warmes mit. Hunde sind nur auf der Oberroute erlaubt und müssen an der Leine geführt werden.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kłodzko
Abseits der Festung lohnt sich ein gemächlicher Bummel durch die Altstadt von Kłodzko.

Das Gelände ist dank der Lage der Stadt auf einer Terrasse über dem Fluss herrlich dramatisch – Straßen verwandeln sich stellenweise in Treppen, was das Zentrum zu einem der fotogensten Flecken der Region macht.
Unterirdische Touristenroute unter der Altstadt
Die Tunnel und Keller unter dem Kłodzkoer Stadtzentrum wurden vom 13. bis zum 17. Jahrhundert schrittweise angelegt und dienten hauptsächlich als Lager. Die konstant kühle Temperatur ermöglichte die langfristige Konservierung von Lebensmitteln – und des berühmten Kłodzkoer Bieres.
Die Tour führt über rund sechshundert Meter, begleitet von einer Klangkulisse aus mittelalterlichem Marktleben und Schlachtlärm; unterwegs begegnen dir Schaufensterpuppen in historischen Kostümen und animierte Rattenmodelle, die auf Bewegung reagieren.
Die Tour dauert etwa dreißig bis fünfundvierzig Minuten.
Eingang über die ulica Czeska am Fuß der Festung. Eintritt 21 PLN (ermäßigt 17 PLN).
Prüfe die Öffnungszeiten vorab auf der offiziellen Website, da sie sich je nach Saison ändern.
Gotische Johannesbrücke
Über den Kanal Młynówka spannt sich die älteste gotische Brücke Polens, die wahrscheinlich zwischen 1376 und 1390 an der Stelle einer früheren Holzbrücke errichtet wurde.

Gerade diese Ähnlichkeit mit der Karlsbrücke in Prag brachte Kłodzko den Spitznamen „Kleines Prag“ ein.
Das steinerne Geländer ist mit Barockstatuen von Heiligen gesäumt, darunter der hl. Johannes von Nepomuk und eine imposante Pietà aus dem 18. Jahrhundert.
Die Brücke verbindet den Marktplatz mit dem Stadtteil Piasek und ist nur für Fußgänger zugänglich – ideal für frühmorgendliche Fotos, bevor sich die Massen einfinden.
Marktplatz, Rathaus und Altstadtgassen
Eingeklemmt zwischen Festungshang und Fluss hat Kłodzko einen nahezu unveränderten mittelalterlichen Stadtgrundriss bewahrt.

Der Höhenunterschied vom Marktplatz zum Fluss beträgt etwa zwanzig Meter; zur Festung hinauf sind es sechzig – das erklärt, warum manche Straßen wie die ulica Spadzista faktisch Treppen sind.

Rund um den Marktplatz und in den umliegenden Gassen findest du bunte Bürgerhäuser, darunter eines, das mit der lokalen Legende von Filipeks Prophezeiung verbunden ist. Die Gegend rund ums Rathaus eignet sich auch bestens für einen Kaffee oder eine Pause zwischen den Sehenswürdigkeiten.

Basilika Mariä Himmelfahrt
Im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert ließ der Erzbischof von Prag hier eine spätgotische Basilika errichten, die heute zu den beeindruckendsten Gotikkirchen der gesamten Region zählt.

Der dreischiffige Bau misst 62 Meter in der Länge und 22 Meter in der Breite, mit zwei Türmen, die die Westfassade flankieren.

Im Inneren findest du ein Stern- und Kreuzrippengewölbe mit Barockstuck, einen Hochaltar von 1729 sowie Kanzel und Beichtstühle, die von Michael Klahr, dem bedeutendsten Bildhauer des Glatzer Kessels, geschaffen wurden.

Das Kirchenschiff ist frei zugänglich.
Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und Franziskanerkloster
Diese Barockkirche wurde während des Dreißigjährigen Krieges erbaut und 1711 umgestaltet; ein Franziskanerkloster ist an das Gebäude angeschlossen. Die Silhouette mit den zwei Türmen gehört zu den markantesten Landmarken der Kłodzkoer Skyline.

Im Inneren lohnen das charakteristische Gewölbe und die Fresken im großen Refektorium einen Blick – sie werden Felix Anton Scheffler, einem führenden Maler des schlesischen Barocks, zugeschrieben.
Der Eintritt ist frei; die Kirche befindet sich in der Nähe der Eisenbrücke über den Fluss.
Museum des Glatzer Landes
Dieses Regionalmuseum widmet sich der Geschichte, Geologie und Volkskultur des Glatzer Landes. Die Sammlungen umfassen lokale Mineralien, Exponate zum Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kłodzko sowie historische Artefakte.
Eine tolle Option für einen verregneten Nachmittag, wenn das Sightseeing im Freien seinen Reiz verliert – und es werden regelmäßig Sonderausstellungen zu wechselnden Themen gezeigt.
Im Stadtzentrum gelegen; der Eintritt ist günstig – prüfe die Öffnungszeiten vor deinem Besuch.
Minieuroland – Miniaturenpark Kłodzko
Am Stadtrand von Kłodzko liegt der Miniaturenpark Minieuroland, ein beliebtes Ausflugsziel besonders für Familien mit Kindern.
Hier findest du auf einen Blick maßstabsgetreue Modelle berühmter polnischer und europäischer Sehenswürdigkeiten, eine funktionierende Miniatureisenbahn und interaktive Exponate.
Alles verteilt sich auf 20 Hektar Ziergartenanlagen – die Formschnittgehölze und Blumeninstallationen kratzen ein bisschen an der Kitschgrenze, als Gesamterlebnis funktioniert Minieuroland aber gut.
Außerdem gibt es Volieren mit Papageien, Tukanen und anderen exotischen Vögeln, eine Erdmännchenanlage und ein Eichhörnchenhaus.
Eintritt 59 PLN pro Person, Familienticket 216 PLN – schau auf der Website nach, da der Park ständig wächst (und die Preise sich entsprechend ändern).
Fort Schäferei (Owcza Góra)
Auf der anderen Seite der Nysa Kłodzka, gegenüber der Hauptfestung, steht ein preußisches Hilfsfort aus dem 18. Jahrhundert, das auf Befehl von König Friedrich II. errichtet wurde.

Das Fort selbst ist nicht zu betreten, doch der kurze Aufstieg zur Owcza Góra (Schafberg) belohnt dich mit einem der besten Blicke auf die Hauptfestung Kłodzko.
Der Weg von der Altstadt dauert hin und zurück ungefähr 30 Minuten.
Kłodzkogipfel mit Aussichtsturm
Ein weiterer lohnender Ausflug in die nähere Umgebung führt auf den Kłodzkogipfel (757 m), den zweithöchsten Gipfel der Bardzkie Berge und Teil der sogenannten Krone der polnischen Berge.
Oben steht ein moderner 35 Meter hoher Aussichtsturm mit Blick auf das Śnieżnik-Massiv, die Eulengebirge und bei klarem Wetter auf die tschechischen Braunauer Wände.
Vom Stadtzentrum führt ein gelb markierter Wanderweg – die 9 km lange Route dauert hin und zurück ungefähr 3 Stunden.
Mit dem Auto kannst du bis zu den Sattelplätzen an der Przełęcz Łaszczowa oder der Przełęcz Kłodzka fahren und die Gehstrecke auf rund 3 Kilometer verkürzen.
Tagesausflüge von Kłodzko
Kłodzko liegt fast genau in der Mitte des Glatzer Kessels, sodass die meisten Highlights der Region in dreißig bis sechzig Minuten Fahrt zu erreichen sind.
Plane beim ersten Besuch ein bis zwei Ziele pro Tag – alles auf einmal schaffen zu wollen, ist schlicht unrealistisch.
Szczeliniec Wielki Felsstadt und Błędne Skały
Der höchste Gipfel im Tafelgebirge, der Szczeliniec Wielki (919 m), gehört zur Krone der polnischen Berge und ist eine der meistbesuchten Naturattraktionen im Sudetenraum.

Der Gipfel wird über einen gewundenen Pfad mit 665 Steinstufen erreicht, den 1814 der lokale Bergführer Franz Pablo anlegte. Oben steht eine Berghütte von 1846 im Tiroler Stil.
Etwas weiter nördlich liegen die Błędne Skały (Irrfelsen), ein durch Verwitterung entstandenes Sandsteinlabyrinth, das ein völlig anderes Erlebnis bietet – hier schlängelst du dich zwischen Felsformationen hindurch, anstatt nach oben zu steigen.
Für beide Attraktionen wird Eintritt erhoben, da stündliche Besucherzahlen begrenzt sind (ca. 400 Personen/Stunde am Szczeliniec, 350 bei den Błędne Skały).
Tickets kosten 16 PLN (regulär) und 8 PLN (ermäßigt) pro Attraktion; Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt, Hunde sind nicht erlaubt.
Kauf die Tickets in der Saison und an Wochenenden vorab online, da das Kontingent oft ausverkauft ist. Der Parkplatz am oberen Parkplatz nahe den Błędne Skały ist kostenpflichtig.
Plane für jeden Ort zwei bis drei Stunden ein.
Schädelkapelle in Kudowa-Zdrój
Im Stadtteil Czermna, am Rand des Kurorts Kudowa-Zdrój, steht eine kleine Barockkapelle, deren Wände und Decke mit menschlichen Schädeln und Knochen ausgekleidet sind. Abseits von Rom und Kutná Hora ist sie eines der wenigen Bauwerke dieser Art in Europa.

Sie wurde zwischen 1776 und 1804 auf Initiative des örtlichen Priesters Václav Tomášek erbaut, der in der Umgebung die Überreste von Opfern des Dreißigjährigen Krieges, der Schlesischen Kriege und von Seuchen entdeckt hatte.
Das Innere beherbergt rund dreitausend Schädel, während sich Zehntausende weitere Überreste in der Krypta unter dem Boden befinden. Besuche finden geführt in kleinen Gruppen statt und dauern fünfzehn bis zwanzig Minuten; Fotografieren im Inneren ist nicht erlaubt.
Die Kapelle ist dienstags bis sonntags geöffnet, in der Saison von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Eintritt: 20 PLN für Erwachsene, 15 PLN für Senioren und 12 PLN für Kinder. Aktuelle Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Eine Voranmeldung ist nicht möglich.
Kudowa-Zdrój liegt etwas mehr als eine halbe Stunde Fahrt von Kłodzko entfernt.
Wallfahrtsbasilika in Wambierzyce
Dieses kleine, zwischen drei Hügeln eingebettete Dorf verdiente sich den Beinamen „Schlesisches Jerusalem“ dank seiner Barockbasilika Mariä Heimsuchung, die über eine monumentale Treppe mit 57 Stufen zu erreichen ist – jeder Abschnitt trägt eine eigene symbolische Bedeutung.

Zum Komplex gehört auch ein Kalvarienberg mit Dutzenden von Kapellen auf dem angrenzenden Hügel.
Neben der Basilika ist das mechanische Krippenspiel ein absolutes Muss – das größte und älteste seiner Art in Polen. Es wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Uhrmacher Longin Wittig geschaffen und später von seinem Sohn Hermann erweitert; heute umfasst es rund 800 Figuren, von denen etwa 300 beweglich sind.
Der Eintritt zur Basilika ist frei; für das mechanische Krippenspiel wird separat kassiert.
Die Fahrt von Kłodzko dauert ungefähr 30 Minuten.
Śnieżnik, Wasserfälle von Międzygórze und Bärenhöhle
Am Fuß des Śnieżnik-Massivs liegt das Dorf Międzygórze, bekannt für seine ungewöhnliche Architektur im Schweizer Chalet-Stil. Ein kurzer Spaziergang vom Ortskern bringt dich zum Wilczki-Wasserfall, dem höchsten Wasserfall im gesamten Sudetenraum.
In der Nähe, im Dorf Kletno, befindet sich der Eingang zur Bärenhöhle – dem längsten Höhlensystem der Sudeten, in dem eiszeitliche Höhlenbärfunde gemacht wurden, die der Höhle ihren Namen gaben.
Die Tour führt durch einen zugänglichen Abschnitt von rund 360 Metern mit Führung und dauert etwa 45 Minuten.
Wegen der täglichen Besucherbegrenzung ist eine Reservierung im Voraus erforderlich.
Von Kłodzko dauert die Fahrt unter einer Stunde.
Essen und Trinken in Kłodzko
Kłodzko ist kein gastronomisches Schwergewicht, aber direkt im und ums Zentrum gibt es einige solide Lokale – und die Preise sind angenehm erschwinglich.

Zum Essen:
- Pierogarnia zaPierogiem – Pierogi in vielen Variationen, ein polnischer Klassiker zu fairen Preisen.
- Ristorante Felicità – Italienische Küche: Pasta und Holzofenpizza mitten im Zentrum.
- LOBSTER restauracja – Abwechslungsreiche Karte von Fischgerichten bis zu deftigen Fleischhauptgerichten.
- Prima Sort Pizza – Pizza zum Mitnehmen, eine der besten in der Stadt – ideal für einen schnellen Happen unterwegs.
- Restauracja Korona – Das Restaurant des Hotel Korona mit klassisch polnischen und internationalen Gerichten.
Für einen Kaffee:
- Kavosh – Unserer Meinung nach das einzige Café in der Stadt, das wirklich guten Kaffee serviert.
- Stempel Coffee Point – Ein kleines Café etwas abseits des historischen Zentrums.
Unterkunft in Kłodzko
Am besten wohnst du in oder direkt neben der Altstadt – die Festung und die gotische Brücke sind dann nur wenige Gehminuten entfernt.
Kłodzko selbst bietet vor allem kleinere Pensionen und Apartments anstelle großer Hotelketten.
Wenn du einen längeren Aufenthalt mit Bergausflügen planst, kannst du auch eine der nahegelegenen Kurstädte wie Polanica-Zdrój oder Duszniki-Zdrój als Basis wählen – dort gibt es ein breiteres Angebot an Wellness- und Kurunterkünften.
Empfohlene Unterkünfte in der Stadt:
- Apartament Ptasia Góra – Helle Wohnung (42 m²) mit Balkon und Bergblick, Klimaanlage und kostenlosem Parkplatz. Herzliche Gastgeberin.
- Apartament Oliwier – Modernes, frisch eingerichtetes Studio (36 m²) mit neuem Bad, Balkon mit Bergblick und Parkplatz vor Ort.
- Spadzista 2 – Gemütliches Studio direkt im Zentrum am Marktplatz, mit eigener Terrasse und Parkplatz gleich nebenan – ideal für einen Kurzaufenthalt.
- Apartament z duszą – Großzügige Wohnung (50 m²) im Zentrum; historische Fassade, innen vollständig renoviert. Zehn Gehminuten zum Marktplatz.
- Apartament TRINI – Renovierte Wohnung (40 m²) mit kurzem Fußweg zur Festung und zur Altstadt – sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und aufmerksame Gastgeber.
- Cichy Zakątek Kłodzko – Erdgeschosswohnung (60 m²) mit großem Garten, Grill und Feuerstelle, 1,5 km vom Zentrum. Barrierefrei, Hunde kostenlos willkommen – ideal für Familien.
Interessante Unterkünfte in der Umgebung:
- Dom Krawca / Schneiderbaude – Stilvolles Gästehaus an einem Hang über Kłodzko (~5 km) mit Restaurant, Terrasse und einem gefeierten Frühstück aus regionalen Produkten. Idyllische Natur mit Blick über die Stadt.
- Kotlina Kłodzka Pod Brzozami – Freistehendes Ferienhaus mit eingezäuntem Garten, Whirlpool und Sauna in einem ruhigen Dorf nahe Kłodzko. Privatsphäre und Wellness unter einem Dach.
- Kukułka Resort – Moderne Drei-Zimmer-Chalets mit Terrassen und Bergblick sowie Kinderspielplatz – eine tolle Basis für die Erkundung des Glatzer Kessels.
- Agroturystyka Tam Gdzie Sosny – Ruhiges Landhaus mit Garten und Terrasse mit Berg- und Flussblick, gut erreichbar vom Tafelgebirge und den Eulengebirgen. Die Gastgeberin empfiehlt gerne lokale Wanderungen.
- Polanickie Wzgórze – Wohnung mit Balkon und Bergblick im Kurort Polanica-Zdrój, 400 m vom Bahnhof und wenige Gehminuten vom Park. Massagen vor Ort buchbar.
Anreise nach Kłodzko
Anreise mit dem Auto
Die schnellste Route führt von Wrocław: Nimm die Hauptstraße Nr. 8 (die S8-Schnellstraße ist noch im Bau) für eine rund 90 km lange Strecke, die derzeit etwa eine Stunde und 40 Minuten dauert.
Aus Tschechien führt die häufigste Straßenroute über den Grenzübergang Náchod – Kudowa Słone, von wo aus Kłodzko in weniger als einer Stunde erreichbar ist. Eine Alternative ist der Übergang Otovice – Tłumaczów bei Broumov, mit Weiterfahrt über Nowa Ruda.
Aus Deutschland solltest du ab Dresden rund 4 Stunden einplanen – entweder über Görlitz und die polnische Grenze oder über Prag auf der oben beschriebenen Route – und ab Berlin rund 4,5 Stunden über Cottbus und die polnische A18.
Anreise mit dem Zug
Kłodzko ist gut an das Schienennetz angebunden. Direktzüge des Baltic Express aus Prag halten hier, und die Fahrt von Prag oder Brno dauert unter drei Stunden. Direktzüge aus Wrocław brauchen ungefähr eine Stunde und fünfzehn Minuten, und auch Fernzüge auf der Strecke Gdynia–Prag halten hier.
Anreise mit dem Bus
FlixBus auf der Strecke Prag–Warschau hält in Kłodzko. Lokale PKS-Busse verbinden die Stadt mit Kudowa-Zdrój, Polanica-Zdrój und anderen Orten im Glatzer Kessel.
Weitere Polen-Reiseführer
- Polen Reiseführer – Tipps für Reisen durch das ganze Land
- Wrocław Reiseführer
- Jelenia Góra Reiseführer
- Poznań Reiseführer
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