Fuerteventura Sehenswürdigkeiten: Der praktische Reiseführer

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Fuerteventura ist eine der dünn besiedelten und weitläufigsten Inseln des Kanarischen Archipels. Sie ist geprägt von langen Stränden, sanften Hügeln, Wind und sehr wenigen Ortschaften. Diese Kombination verleiht der Insel ihren besonderen Charakter – und für viele Reisende ist genau das der Hauptgrund für einen Besuch.

Fuerteventura bietet damit eine ideale Kombination aus Aufenthalt am Meer, kurzen Ausflügen ins Landesinnere, Aussichtspunkten, leichten Wanderwegen und lokaler Küche.

Fuerteventura Reiseführer

Aber es gibt einen Haken: Die Entfernungen zwischen den Orten sind lang, der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, und wer versucht, „alles“ zu sehen, verbringt den Großteil seiner Zeit im Auto. Wenn du jedoch erst einmal verstehst, wo du am besten übernachtest, wann du in den Norden und wann in den Süden fährst und wo du windgeschützte Ruhe findest, zeigt die Insel ihr bestes Gesicht.

Alles, was du dafür brauchst, findest du in diesem praktischen Reiseführer zu Fuerteventura.

Warum Fuerteventura besuchen?

Fuerteventura zieht Besucher mit endlosen Stränden, idealen Surfbedingungen und ganzjähriger Wärme ohne Extreme an. Es ist die ideale Wahl, wenn du nach Ruhe, Weite und einem aktiven Aufenthalt am Meer suchst – egal ob du Wassersport betreibst, gerne lange spazieren gehst oder einfach abseits des Trubels entspannst. Dank seiner sicheren Strände eignet sich die Insel auch hervorragend für Familien mit Kindern, während digitale Nomaden die Infrastruktur für Arbeit und Erholung gleichermaßen zu schätzen wissen.

Wer hingegen Nachtleben oder historische Sehenswürdigkeiten sucht, ist auf einer der anderen Kanarischen Inseln besser aufgehoben.

Wie Fuerteventura „funktioniert“: Was du vor der Planung wissen solltest

Fuerteventura ist größer, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Fahrt zwischen dem Norden und dem Süden der Insel dauert über eine Stunde – auch wenn die Insel nicht riesig ist, solltest du bedenken, dass das Vorankommen seine Zeit braucht.

Öffentliche Verkehrsmittel gibt es zwar, aber sie bedienen hauptsächlich die Hauptstraßen und verbinden die Verwaltungszentren. Wenn du zwischen verschiedenen Teilen der Insel unterwegs sein willst, brauchst du ein Auto.

Betancuria
Betancuria

Ein wichtiger Faktor bei der Planung ist der Wind. Er weht auf Fuerteventura das ganze Jahr über. Während die Westküste starken Winden und Wellen ausgesetzt ist, bieten der Norden und Osten ruhigere Buchten und bessere Bedingungen zum Schwimmen.

Das Wetter am Meer kann sich schnell ändern – es empfiehlt sich daher, immer einen Plan A und einen Plan B zu haben.

Der Rhythmus der Insel ist generell langsamer. Außerhalb der großen Resorts ist es üblich, dass das Mittagessen in die Nachmittagsstunden verschoben wird und kleinere Betriebe längere Mittagspausen einlegen.

Wo übernachten: Wie du die richtige Basis wählst

Die Wahl deiner Unterkunft kann das Tempo und die Logistik deiner gesamten Reise grundlegend beeinflussen. Statt nach dem „besten Standort“ zu suchen, lohnt es sich, nach dem geplanten Reisestil zu entscheiden: aktive Erkundung der Insel, Erholung am Strand, Remote-Arbeit oder Reisen mit Kindern.

Corralejo (Norden der Insel)

Corralejo macht Sinn, wenn du Strände, lokale Ausflüge und die Annehmlichkeiten einer kleinen Stadt miteinander verbinden möchtest. Restaurants, Cafés, Läden und der Hafen sind alle zu Fuß erreichbar. Im Norden der Insel hast du guten Zugang zu den Dünen, ruhigeren geschützten Stränden und der Isla de Lobos.

  • Hotel Boutique Tao Caleta Mar – ein kleineres Boutique-Hotel in Strandnähe, eine gute Wahl für Paare oder einen ruhigeren Aufenthalt; das Zentrum ist auch zu Fuß erreichbar.
  • Apartamentos Playa Park – praktische Apartments mit Pool, auch für Familien geeignet; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einfacher Zugang zu den Dünen und zur Stadt.
  • H10 Ocean Suites – ein komfortables Resort mit Pools und Restaurants, geeignet für alle, die Ausstattung suchen und trotzdem zu Fuß ins Zentrum gelangen wollen.

El Cotillo (Nordwesten)

El Cotillo ist eine ruhigere Alternative. Es bietet eine Kombination aus offenen Stränden und geschützten Lagunen, die sich gut zum Schwimmen eignen. Im Vergleich zu Corralejo gibt es weniger Dienstleistungen, aber es ist ideal für längere Aufenthalte, bei denen du nicht jeden Tag einen neuen Ausflug planen möchtest.

  • Cotillo Ocean View – moderne Apartments mit Meerblick, ideal für einen längeren Aufenthalt und ein ruhiges Tempo.
  • Hotel Rural El Cabo – ein kleineres Hotel mit persönlicher Atmosphäre, für Paare geeignet; in der Nähe von Lagunen und Restaurants.
  • Casa Colm El Cotillo – einfache, aber gepflegte Apartments im Zentrum.

Caleta de Fuste (Osten der Insel, in der Nähe des Flughafens)

Wenn du mit Kindern reist, ist Caleta de Fuste eine der besten Optionen. Der Flughafen ist nur eine kurze Fahrt entfernt, und es gibt zahlreiche Apartmentresorts, Geschäfte und Strände mit flachem Einstieg ins Wasser.

Erwarte hier keine authentische Atmosphäre – es ist eine Gegend voller Resorts. Für einen entspannten Urlaub mit Kindern oder einen kürzeren Aufenthalt ohne Auto ist es jedoch eine durchaus geeignete Basis.

Costa Calma und Morro Jable (Süden der Insel)

Der Süden lohnt sich für Reisende, die mehr Zeit am Strand und weniger Zeit mit An- und Abreisen verbringen wollen. Gleichzeitig musst du längere Fahrten in den Norden der Insel einplanen.

Eine oder zwei Basen?

Bei Aufenthalten von mehr als einer Woche lohnt es sich oft, die Unterkunft zwischen Norden und Süden aufzuteilen. So lassen sich die täglichen Fahrten verkürzen und du kannst besser auf die jeweiligen Meeresbedingungen reagieren. Den Wechsel zwischen den Basen kannst du dann mit einem Besuch des Inselinneren verbinden.

Wenn du lieber an einem Ort bleibst oder nicht ständig packen möchtest, ist eine Basis im Norden oder Osten der Insel am sinnvollsten – von dort aus sind die meisten „Pflicht-Sehenswürdigkeiten“ gut erreichbar.

Fuerteventura Sehenswürdigkeiten: Was du sehen und besuchen solltest

Naturpark Corralejo

Die Dünen von Corralejo sind eines der beeindruckendsten Naturphänomene der Insel, wo Sand, Meer und Wind aufeinandertreffen. Ein Spaziergang entlang der Dünenränder oder der Küste bietet großartige Ausblicke – auf der einen Seite das türkisblaue Meer, auf der anderen vulkanische Hügel.

Naturpark Corralejo
Ein Spaziergang im Naturpark Corralejo darf nicht fehlen.

Der Spaziergang dauert ein bis zwei Stunden, aber du kannst hier problemlos den ganzen Tag verbringen. Am besten kombinierst du ihn mit einem Bad an den nahegelegenen Stränden. Der beste Zugang führt mit dem Auto (Parkplatz an der FV-1) oder mit dem Bus von Corralejo. Vergiss Sonnencreme und ausreichend Wasser nicht – in dieser Gegend gibt es keinen Schatten.

Isla de Lobos

Die Isla de Lobos ist eine kleine, unbewohnte Insel direkt vor der Nordküste Fuerteventuras und gehört zu den besten Tipps für einen Tagesausflug. Sie lockt vor allem mit unberührter Natur, ruhigen Stränden und einfachen Wanderwegen durch vulkanische Landschaften und entlang der Küste.

Es gibt mehrere leichte Rundwege zu kleinen Buchten und Aussichtspunkten sowie Stellen, die sich gut zum Schnorcheln eignen. Das Wasser ist meist sehr klar, und dank des reichen Unterwasserlebens ist es einer der besten Orte der Insel, um unter die Oberfläche zu blicken – ganz ohne Tauchausrüstung.

Isla de Lobos
Lobos ist der perfekte Ort für einen Tagesausflug.

Die Fähre vom Hafen in Corralejo zur Isla de Lobos fährt mehrmals täglich, die Überfahrt dauert nur etwa 15 Minuten. Sei jedoch vorbereitet: Es kann an manchen Stellen ziemlich holprig werden.

Vor der Einreise auf die Insel ist ein Permit erforderlich, das kostenlos und online beantragt werden kann. Auf der Insel gibt es kaum Einrichtungen, also denk daran, Essen, Wasser und einen Hut mitzunehmen.

Czech Travellers Tipp: Das einzige Restaurant auf der Insel ist oft ausgebucht – wir empfehlen, im Voraus zu reservieren. Du kannst aber auch einfach für einen Kaffee oder ein Eis vorbeischauen.

Playa de Sotavento

Die Playa de Sotavento ist einer der bekanntesten Strände Fuerteventuras und taucht regelmäßig in Listen der schönsten Orte auf den Kanarischen Inseln auf. Mehr als fünf Kilometer feiner goldener Sand erstrecken sich entlang der Südostküste, und das charakteristische Merkmal sind die Lagunen, die sich bei Flut bilden.

Bei Hochwasser fließt das Meer in flache Lagunen, die durch Sandbänke abgetrennt sind – so entstehen ruhige Bereiche, die sich für Fotografie, Waten oder Stand-up-Paddling eignen. Bei Ebbe offenbart sich ein breiter, offener Strand, ideal für lange Spaziergänge. Dank des beständigen Windes ist die Gegend bei Kite- und Windsurfern beliebt; bei den richtigen Bedingungen eignen sich die Flachwasserbereiche auch für Anfänger.

Sotavento
Sotavento ist einer der beliebtesten und schönsten Strände auf Fuerteventura.

Der Strand liegt in der Nähe des Resorts Costa Calma und ist gut mit dem Auto erreichbar – an mehreren Eingängen gibt es kostenlose Parkplätze. Am Strand selbst gibt es kaum Infrastruktur, also bring Wasser, Essen und Sonnenschutz mit.

Czech Travellers Tipp: Da sich das Erscheinungsbild des Strandes mit der Gezeit deutlich verändert, lohnt es sich, vor dem Besuch die Gezeitenzeiten zu prüfen.

Betancuria

Betancuria ist das historische Herz Fuerteventuras und die ehemalige Hauptstadt der Insel. Das malerische Dorf, eingebettet in grüne Hügel, ist bekannt für seine traditionelle weiße Architektur, engen Gassen und die ruhige Atmosphäre, die dich in eine andere Zeit versetzt.

Kirche Santa María
Kirche Santa María

Betancuria ist ein ideales Ziel für Geschichts- und Kulturliebhaber. Du kannst das Archäologische Museum besuchen, das in die Geschichte der Insel einführt, sowie die Kirche Santa María, die als eine der ältesten auf Fuerteventura gilt. Rund um das Dorf gibt es auch mehrere Wanderwege, die zu Aussichtspunkten führen, von denen aus du auch weniger bekannte Teile der Insel überblicken kannst.

Betancuria liegt im zentralen Teil Fuerteventuras und ist gut mit dem Auto erreichbar. Auch Parken ist hier meist problemlos möglich.

Ajuy und die schwarzen Strände

Ajuy ist ein kleines Fischerdorf an der Westküste Fuerteventuras, bekannt nicht nur für seinen schwarzen Sandstrand, sondern auch für die nahegelegenen Höhlen und Klippen. Vom Dorf aus führt ein einfacher Küstenpfad zu den Höhlen. Der Weg kann an manchen Stellen rutschig sein – unterschätze das nicht und zieh festes Schuhwerk an.

Czech Travellers Tipp: Prüfe vor dem Besuch die Gezeitenzeiten – bei Ebbe sind die Höhlen besser zugänglich und du kannst sie sicher aus der Nähe betrachten.

Am Strand in Ajuy kannst du dich auch im Meer erfrischen. Das Wasser ist meist sauber, aber kälter als an anderen Stränden.

Ajuy Fuerteventura
Neben schwarzen Sandstränden findest du in Ajuy auch Höhlen.

Parken ist kostenlos, ebenso der Zugang zum Strand. Rund um das Dorf gibt es mehrere Restaurants, in denen du frischen Fisch und Meeresfrüchte genießen kannst.

Mirador Morro Velosa

Der Aussichtspunkt Mirador Morro Velosa ist einer der besten Orte, um das Innere Fuerteventuras zu erleben – die offene Vulkanlandschaft, sanfte Hügel und tiefe Täler wirken von hier noch beeindruckender als von der Straßenebene aus.

Mirador Morro Velosa
Aussicht vom Mirador Morro Velosa.

Das Design stammt vom kanarischen Architekten César Manrique, der sich zeitlebens für die sensible Integration von Bauwerken in die Landschaft einsetzte (sein Markenzeichen ist vor allem auf Lanzarote spürbar). Das Gebäude des Aussichtspunkts ist derzeit wegen Renovierung geschlossen, aber die Panoramablicke aus der Umgebung sind weiterhin zugänglich.

Der Mirador liegt zwischen Betancuria und Valle de Santa Inés und ist gut mit dem Auto über eine Bergstraße erreichbar.

Czech Travellers Tipp: Oben weht es fast immer, und die Temperatur ist niedriger als an der Küste – selbst im Sommer lohnt sich ein leichter Hoodie oder eine Windjacke.

El Cotillo und La Concha Beach

El Cotillo liegt an der Westküste und ist ein ruhigeres Gegenstück zum geschäftigeren Corralejo. Das ehemalige Fischerdorf hat seine entspannte Atmosphäre bewahrt und ist vor allem für das System natürlicher Lagunen nördlich des Zentrums bekannt.

Die bekannteste davon, die Playa de La Concha, bietet feinen hellen Sand und einen flachen Einstieg ins Wasser. Dank schützender Felsformationen ist das Meer hier in der Regel ruhiger als in anderen Teilen der Westküste – ein idealer Ort für Familien mit Kindern.

El Cotillo
El Cotillo

Du kommst mit dem Auto oder Bus von Corralejo oder Puerto del Rosario nach El Cotillo. In der Nähe der Strände gibt es mehrere kostenlose Parkplätze, und im Dorf selbst findest du zahlreiche Restaurants und Cafés – vor allem rund um den alten Hafen. Die Lagunen eignen sich auch zum Schnorcheln, aber beachte, dass sich die Bedingungen mit Wind und Gezeit ändern.

Oasis Wildlife Fuerteventura

Das Oasis Wildlife in der Nähe des Ortes La Lajita ist einer der größten Zoos auf den Kanarischen Inseln und eine der wichtigsten Familienattraktionen im Süden Fuerteventuras. Auf dem weitläufigen Gelände findest du mehr als 250 Tierarten, einen Botanischen Garten mit einer großen Kakteen- und Sukkulentensammlung sowie Schutzprogramme für bedrohte Arten. Zum Gelände gehört auch ein Bauernhof mit Haustieren, der besonders bei jüngeren Kindern beliebt ist.

Oasis Wildlife
Oasis Wildlife ist ein toller Stopp für Familien mit Kindern.

Bedenke, dass das Gelände wirklich groß ist und du bei deinem Besuch mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegst – dafür ist es übersichtlich beschildert und bietet reichlich Schatten, Bänke und Erfrischungen. Die Tiere haben geräumige Gehege und oft mehrere Beobachtungspunkte, was das Beobachten und Fotografieren erleichtert.

Der Eintritt beträgt rund €35 für Erwachsene, für Kinder gibt es ermäßigte Preise. Wir empfehlen, online im Voraus zu buchen. Futter für ausgewählte Tiere kannst du vor Ort kaufen; der größte Publikumsmagnet ist meist das Giraffenfüttern, das nur begrenzte Kapazität hat – es lohnt sich, gleich nach der Ankunft dorthin zu gehen.

Leuchtturm Punta Jandía

Der Leuchtturm Punta Jandía ist ein ikonisches Symbol des südlichsten Punktes Fuerteventuras, wo der wilde Atlantik auf die Vulkanlandschaft trifft. Er wurde 1864 erbaut und ist damit einer der ältesten Leuchttürme auf den Kanarischen Inseln – und er erfüllt noch heute seinen Zweck. Er bietet faszinierende Ausblicke auf den weiten Ozean und die umgebenden unwirtlichen Klippen, die Teil eines Naturparks sind.

Leuchtturm Punta Jandía
Leuchtturm Punta Jandía

Der Leuchtturm ist nur mit dem Auto über eine unbefestigte Schotterstraße erreichbar, die von Morro Jable oder Costa Calma abgeht. Der letzte Abschnitt ist auch mit einem normalen PKW befahrbar, aber du musst vorsichtig fahren – die Straße ist ziemlich eng und kurvenreich.

Czech Travellers Tipp: Der Leuchtturm selbst ist nicht zugänglich. Wenn du keinen weiteren Stopp in der Gegend planst (z. B. Cofete), könnte es ein unnötig langer Umweg sein.

Cofete

Die Playa de Cofete ist einer der wildesten und beeindruckendsten Orte auf Fuerteventura. Der über 12 Kilometer lange Strand liegt unterhalb des Jandía-Massivs und fühlt sich fast wie das Ende der Welt an. Es ist die Kombination aus Weite, dem Gebirge im Rücken, dem kraftvollen Atlantik und der minimalen Bebauung, die Cofete zu einem der authentischsten Strände der Insel macht.

Strand Cofete
Der Strand von Cofete ist einer der wildesten und beeindruckendsten Orte auf Fuerteventura.

Der Weg hierher ist derselbe wie zum Leuchtturm Punta Jandía – von Morro Jable gelangt man nach mehr als 20 km unbefestigter Straße ans Ziel. Am Strand gibt es keinerlei Infrastruktur – keine Bars, keine Duschen, keine Läden – also bring ausreichend Wasser, Essen und Sonnenschutz mit. Die Wellen sind kräftig und die Strömungen stark, daher ist Schwimmen nicht immer ratsam.

Was es sonst noch zu sehen gibt

Strände und Küste

  • Playa de Esquinzo (La Oliva) – ein abgelegener Strand im Nordwesten der Insel ohne jegliche Infrastruktur, ideal für Spaziergänge und sehr wenig Betrieb.
  • Piscinas Naturales Aguas Verdes – natürliche Felspools an der Westküste, besonders interessant bei ruhiger See; Wasserschuhe werden empfohlen.
  • Majanicho – eine fast verlassene Fischersiedlung und ein Surfspot.
  • Popcorn Beach – ein ungewöhnlicher Strand in der Nähe von Corralejo mit einer „körnigen“ Oberfläche aus Rholithen (verkalkten Algen), die an Popcorn erinnert; zum Schwimmen nicht geeignet.
Popcorn Beach
Popcorn Beach

Natur, Berge und Wandern

  • Vulkan Bayuyo – einer der zugänglichsten Vulkankegel im Norden der Insel; eine kurze Wanderung mit Blick auf Corralejo und das Meer.
  • Cuchillos de Vigán – ein Berggebiet mit Felskämmen und Aussichten; geeignet für ruhige Wanderungen abseits der Hauptmassen.
  • Las Peñitas – eine schöne Schlucht in der Nähe von Betancuria; eine leichte Wanderung mit Staudamm und Felsen.

Städte und Dörfer

  • Gran Tarajal – ein authentischer Ort mit dunklem Strand, Restaurants und sehr wenigen Touristen; ein guter Stopp für Mittagessen und ein Bad.
  • Puerto del Rosario – die Inselhauptstadt; nicht sehr touristisch, aber gut für Shopping, Street Art und einen kurzen Aufenthalt.
  • Tefía – ein unscheinbares Dorf im Landesinneren, ein guter Ausgangspunkt für das Ecomuseo La Alcogida und ruhige Wanderwege abseits der Touristengebiete.
Tefía
Tefía

Geschichte, Kultur und Tradition

  • Montaña de Tindaya – ein heiliger Berg der Urbevölkerung; du kletterst nicht auf den Gipfel, aber die umliegenden Wege bieten schöne Ausblicke.
  • Ecomuseo La Alcogida – ein kleines, aber sehr informatives Freilichtmuseum zum traditionellen Inselleben, auch für Kinder geeignet.
  • Museo de la Sal (Salinas del Carmen) – ein sehr gelungenes Salzmuseum an aktiven Salinen, ein guter kurzer Stopp auf der Fahrt entlang der Ostküste.
  • Museo del Queso Majorero (Antigua) – ein Museum, das dem lokalen Ziegenkäse gewidmet ist, mit der Möglichkeit zur Verkostung und zum Kauf.
  • Los Molinos – ein kleines Dorf an der Westküste, bekannt vor allem für sein traditionelles Gofio-Museum (geröstetes Getreide) in einer historischen Mühle.
Museo del Queso Majorero
Museo del Queso Majorero

Fuerteventura Aktivitäten: Was du erleben solltest

Delfin- und Walbeobachtung

Von den Häfen in Morro Jable und Corralejo starten mehrstündige Ausflüge auf den offenen Ozean. Delfine sieht man recht häufig; bei größeren Walarten hängt es von der Jahreszeit und dem Glück ab. Die Touren werden in der Regel naturverträglich durchgeführt, oft in kleinen Gruppen.

Beachte, dass es auf dem Meer ziemlich wellig werden kann – Mittel gegen Seekrankheit ist für empfindliche Reisende sinnvoll.

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Surfen oder Kitesurfen

Fuerteventura ist einer der besten Orte in Europa für Surfen und Kitesurfen. Im Norden der Insel bei Corralejo und El Cotillo gibt es stärkere Wellen für fortgeschrittene Surfer, während die Playa de Sotavento im Süden dank ihrer flachen Lagune und des beständigen Windes ideal für Anfänger ist.

Surf- und Kiteschulen sind ganzjährig geöffnet, Kurse können auch kurzfristig gebucht werden, und die Ausrüstung ist in der Regel im Preis inbegriffen.

Surfen und Kitesurfen auf Fuerteventura
Surfen und Kitesurfen gehören zu den beliebtesten Sportarten auf Fuerteventura.

Abendliche Tapas-Tour mit Einheimischen

In größeren Städten wie Puerto del Rosario oder Corralejo werden organisierte Tapas-Touren angeboten. Am Abend besuchst du mehrere Lokale, probierst in jedem kleine Portionen lokaler Speisen und Weine und bekommst einen Einblick in die kanarische Küche und das alltägliche Inselleben.

Wenn du lieber dein eigenes Tempo hast, kannst du das auch selbst in die Hand nehmen – einfach ein paar Bars im Zentrum besuchen und dort einkehren, wo die Einheimischen sitzen.

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Nächtliche Sternenbeobachtung

Dank minimaler Lichtverschmutzung ist die Insel einer der besten Orte zur Beobachtung des Nachthimmels. Fahre einfach raus aus den Resorts, am besten ins Landesinnere oder zu Aussichtspunkten in den Bergen.

Organisierte Sternenbeobachtungen finden zum Beispiel rund um Tefía statt, oder du nimmst einfach eine Decke und eine Thermoskanne und gehst auf eigene Faust raus. Bei klaren, mondlosen Nächten bietet sich ein Blick auf die Milchstraße, den du im kontinentalen Europa nur selten erlebst.

Käseherstellung und andere Handwerks-Workshops

Fuerteventura ist bekannt für den Majorero-Ziegenkäse, und in einigen Dörfern oder auf Bauernhöfen kann man kurze Workshops zur Käseherstellung, Verkostungen oder Kunst-Workshops buchen, die von der hiesigen Landschaft inspiriert sind. Die Programme sind meist intim, werden von Einheimischen geleitet und eignen sich auch für Familien. Du nimmst nicht nur eine neue Erfahrung, sondern oft auch ein kleines Souvenir mit klarer Herkunft mit nach Hause.

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Was kann man mit Kindern unternehmen?

Fuerteventura ist eine großartige Wahl für einen Familienurlaub – und das nicht nur wegen der endlosen Strände mit flachem Einstieg ins Wasser. Die kleinen Reisenden werden einen Tag im Oasis Wildlife Park genießen, wo neben Tieren auch Kamelritte oder interaktive Shows warten.

An der Playa La Concha in El Cotillo können Kinder sicher im flachen, riffgeschützten Wasser spielen, und wenn du nach etwas Besonderem suchst, unternimm einen Schnorchel-Bootsausflug zur Isla de Lobos – das Schwimmen im kristallklaren Wasser ist ein Erlebnis auch für jüngere Kinder.

Ältere Kinder werden die Surfschulen für Anfänger lieben, die Kurse für Kinder ab 6 Jahren anbieten. Und wenn du einfach nur entspannen möchtest, sind die Sanddünen bei Corralejo ideal – Kinder können nach Herzenslust herumtoben und die einfache Freude in der Natur genießen.

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Wie kommt man nach Fuerteventura?

Mit dem Flugzeug

Die Anreise nach Fuerteventura aus Kontinentaleuropa oder Großbritannien ist unkompliziert, und dank Direktflügen und günstiger Ticketpreise ist die Insel zu einer beliebten Wahl für einen Winterurlaub oder Sommerurlaub geworden. Die schnellste und bequemste Option ist natürlich das Flugzeug – sowohl Direkt- als auch Umsteigeverbindungen sind das ganze Jahr über verfügbar.

Flugreise nach Fuerteventura

Airlines wie Ryanair, EasyJet, Iberia, Lufthansa, Vueling oder Eurowings bieten ganzjährig Verbindungen an, und bei frühzeitiger Buchung bekommt man oft sehr günstige Preise.

Der Flughafen Fuerteventura (FUE) liegt nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Puerto del Rosario und den meisten Resorts entfernt.

Nach der Ankunft kommst du problemlos weiter – entweder mietest du direkt am Flughafen ein Auto (wir empfehlen, im Voraus zu buchen) oder du nimmst die Buslinie Nr. 3, die den Flughafen mit dem Zentrum und den Resorts Caleta de Fuste und Las Salinas verbindet. Alternativ gibt es Taxis, die sich lohnen, wenn man sie mit anderen Reisenden teilt.

Mit dem Schiff

Wenn du planst, mehrere Kanarische Inseln zu erkunden, bietet es sich an, Fährverbindungen zu nutzen. Fuerteventura hat ausgezeichnete Fährverbindungen zur benachbarten Insel Lanzarote – vom Hafen Playa Blanca (Lanzarote) fahren täglich mehrere Boote nach Corralejo im Norden Fuerteventuras.

Die Überfahrt dauert weniger als eine halbe Stunde und wird von Unternehmen wie Fred Olsen Express, Naviera Armas oder Líneas Romero betrieben. Du kannst auch ein Mietauto mitnehmen oder nach der Ankunft auf der Insel ein neues mieten.

Auch von anderen Kanarischen Inseln – zum Beispiel von Gran Canaria oder Teneriffa – ist man in wenigen Stunden hier. Das ist eher eine Option für Reisende, die sich Zeit lassen und mehrere Inseln im Rahmen eines längeren Aufenthalts erkunden möchten.

Czech Travellers Tipp: Wenn du die Reise als größere Entdeckungstour angehen möchtest, ist es eine tolle Option, nach Lanzarote zu fliegen, die Insel per Auto zu erkunden und dann mit der Fähre nach Fuerteventura überzusetzen. Flüge nach Lanzarote sind oft häufiger und günstiger.

Essen und Lokale: Was du probieren und wo du hingehen solltest

Außerhalb der Resorts findest du kleinere Restaurants mit Tagesgerichten, während es in den Resorts ein breites Angebot vor allem auf Touristen ausgerichteter Lokale gibt. Öffnungszeiten und Betriebstage können sich je nach Saison ändern; bei kleineren Betrieben empfiehlt es sich, vorab nachzufragen.

Was ist typisch für Fuerteventura?

Die lokale Küche ist schlicht, basiert auf hochwertigen Zutaten und einfacher Zubereitung ohne komplexe Kombinationen. Die Grundlage bilden frischer Fisch und Meeresfrüchte – tägliche Fänge wie Vieja (Papageienfisch), Sardinen oder Thunfisch werden häufig serviert. Ein gutes Zeichen ist eine kurze Kreidetafel mit dem aktuellen Angebot, das tatsächlich auf dem basiert, was frisch gefangen wurde.

Czech Travellers Tipp: Wenn ein Restaurant nur eine allgemeine, lange Speisekarte ohne Tagesgerichte anbietet, richtet es sich in der Regel eher an den Touristenstrom als an Frische.

Eine typische Beilage sind Papas arrugadas – kleine Kartoffeln, die in sehr salzigem Wasser gekocht und mit Mojo rojo (rot, leicht scharf) oder Mojo verde (aus Koriander oder Petersilie) serviert werden. Ein weiteres Symbol der Insel ist Queso majorero, der lokale Ziegenkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung. In Restaurants bekommst du ihn als Vorspeise, oft mit Honig oder Konfitüre; es lohnt sich, verschiedene Reifegrade zu probieren.

Ein traditioneller Bestandteil ist auch Gofio, geröstetes Mehl aus Weizen oder Mais, das in Suppen, Desserts oder als Beilage verwendet wird. Heute begegnet man ihm vor allem in traditionelleren Lokalen und außerhalb der Hauptresortgebiete.

Essen auf Fuerteventura

Alltägliches Essen und Frühstück

In kleineren Dörfern und außerhalb der wichtigsten Touristenzentren lohnt es sich, nach Restaurants mit einem Mittags-Menú del día Ausschau zu halten. Sie bieten gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, schnellen Service und sind ideal an Tagen, an denen ein Ausflug oder eine Fahrt über die Insel geplant ist.

Für einfaches Mittagessen eignen sich auch Bäckereien, kleine Tapas-Bars oder Supermärkte gut – eine Kombination aus Brot, lokalem Ziegenkäse und Obst ist für unterwegs sehr praktisch.

In größeren Resorts, besonders im Norden der Insel, entwickelt sich nach und nach eine modernere Café-Szene. Wenn du nach einem ruhigen Frühstücksplatz suchst oder remote arbeiten möchtest, schau dich nach Lokalen mit Specialty Coffee und einem einfachen Brunch-Angebot um. Außerhalb der Hauptsaison solltest du jedoch mit eingeschränkten Öffnungszeiten rechnen – kleinere Cafés können mehrere Tage die Woche geschlossen sein oder nur morgens öffnen.

  • Baobab Juice Bar (Corralejo) – Ein beliebtes Frühstückscafé mit Specialty Coffee, Smoothie Bowls und einem leichten Brunch-Angebot. Ein guter Ort für einen entspannten Morgen oder remote Work.
  • El Goloso de Cotillo (El Cotillo) – Ein angenehmer Stopp zum Frühstück oder Nachmittagskaffee mit süßem und herzhaftem Gebäck und Sitzplätzen in Meeresnähe.

Abendessen und gastronomisches Erlebnis

Auch auf Fuerteventura findest du einige kleinere Restaurants, die mit lokalen Zutaten auf modernere Weise arbeiten und durchdachte Degustationsmenüs oder Saisonangebote auf Basis aktueller Fänge und Ernten anbieten. Es handelt sich oft um intime Lokale mit begrenzter Kapazität, bei denen eine Vorabbuchung fast unverzichtbar ist – vor allem an Wochenenden oder in der Hochsaison.

Wenn du ein „schöneres Abendessen“ planst, leg es auf einen ruhigeren Tag ohne lange Fahrten. Ein Abendessen hier dauert eher mehrere Stunden als ein schneller Stopp nach dem Strand – und genau darin liegt sein Charme.

  • La Jaira de Demian (Puerto del Rosario) – Kreative moderne kanarische Küche mit Saisonmenü und Schwerpunkt auf lokalen Zutaten. Eines der bestbewerteten Restaurants der Insel; eine Reservierung ist fast unverzichtbar.
  • Casa Santa María (Betancuria) – Ein interessantes Lokal in historischem Ambiente, das traditionelle kanarische Rezepte mit einem modernen Ansatz verbindet. Ein idealer Stopp auf einem Ausflug ins Landesinnere.
  • Avenida Restaurante (Morro Jable) – Sorgfältig zubereiteter Fisch und mediterrane Küche mit Meerblick. Geeignet für ein ruhiges Abendessen im Süden der Insel; Reservierungen werden empfohlen.

Praktische Informationen

Fortbewegung auf der Insel: Auto vs. Bus vs. Taxi

Für eine systematische Erkundung der Insel ist ein Auto die praktischste Wahl. Es erlaubt dir, flexibel auf den Wind zu reagieren, windgeschützte Strände auszuwählen und mehrere Orte an einem Tag zu kombinieren, ohne lästige Umstiege.

Ohne Auto ist es möglich, sich innerhalb eines Gebiets zu bewegen (Corralejo, Caleta de Fuste, Morro Jable) und einzelne Ausflüge mit dem Bus zu unternehmen, aber dein Programm muss dann enger an die Fahrpläne angepasst werden.

Taxis lohnen sich für kürzere Fahrten innerhalb der Resorts und zum/vom Flughafen. Für längere Strecken sind sie jedoch unnötig teuer und zudem in weniger besiedelten Teilen der Insel schwer zu finden.

Straßen auf Fuerteventura

Die Straßen auf Fuerteventura sind übersichtlich, und die Hauptrouten sind in gutem Zustand. Die Herausforderung ist eher der Wind, das offene Gelände und einige unbefestigte Zufahrtsstraßen zu Stränden. Wenn du ein normales Pkw mietest, ist es sinnvoll, auf asphaltierten Straßen zu bleiben und zu abgelegeneren Stränden vom letzten sicheren Parkplatz aus zu Fuß zu gehen.

Parken in Städten und Resorts ist in der Regel einfach; in belebten Strandbereichen lohnt es sich, früher am Tag anzukommen.

Öffentlicher Nahverkehr im Detail

Der öffentliche Nahverkehr auf Fuerteventura wird vom Unternehmen Tiadhe betrieben und besteht ausschließlich aus Bussen (Guaguas). Das Netz ist hauptsächlich darauf ausgelegt, größere Orte, Resorts und Verwaltungszentren zu verbinden – typischerweise Corralejo, Puerto del Rosario, Caleta de Fuste, Gran Tarajal, Morro Jable oder Costa Calma.

Wenn du zwischen diesen Orten unterwegs sein willst, ist der Bus eine brauchbare und günstige Option. Sobald du jedoch zu kleineren Dörfern, abgelegeneren Stränden oder ins Landesinnere fährst, werden die Verbindungen schnell dünner oder verschwinden ganz.

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Der wichtigste Umsteigeknoten der Insel ist Puerto del Rosario, wo sich die meisten Linien kreuzen. In der Praxis bedeutet das, dass selbst eine relativ kurze Strecke einen Umstieg und mehr Zeit erfordern kann. Die Taktfrequenz ist außerhalb der Hauptrouten gering – typischerweise 3–6 Fahrten pro Tag und Linie, an Wochenenden oft weniger. Daher ist es notwendig, voraus zu planen und sich nicht auf „spontane“ Fahrten zu verlassen.

Fahrpläne und Liniennetze findest du auf der offiziellen Website des Betreibers: tiadhe.com (in englischer und spanischer Sprache). Wir empfehlen, die Verbindungen kurz vor der Fahrt noch einmal zu prüfen – die Fahrpläne ändern sich je nach Saison und einige Linien fahren nur an Werktagen.

Bezahlt wird direkt beim Fahrer, in der Regel in bar (Kleingeld ist praktisch, Karten werden nicht überall akzeptiert). Der Preis richtet sich nach der Entfernung:

  • kurze Fahrten zwischen Orten meist €1,40–€2,50
  • längere Strecken (z. B. Corralejo – Morro Jable) ungefähr €8–€10

Es gibt auch Mehrtageskarten oder aufladbare Karten (Bonos), aber diese lohnen sich eher für den täglichen Pendelverkehr.

Geld und Preise

Fuerteventura ist preislich vergleichbar mit den anderen Kanarischen Inseln und gehört bei vernünftiger Planung zu den günstigeren Zielen in Westeuropa. In einem normalen Café zahlst du ungefähr €1,50–€2,50 für einen Espresso oder Café con leche; ein Frühstück im Café kostet meist um die €6–€10.

Ein Mittags-Menú del día in lokalen Restaurants kostet normalerweise €10–€15 und beinhaltet oft eine Vorspeise, Hauptgang, Getränk und manchmal Dessert. Ein Abendessen in einem besseren Restaurant bewegt sich typischerweise zwischen €20–€30 pro Person, in Touristengegenden und in Meeresnähe kann es auch höher sein.

Corralejo
Corralejo

Unterkunftspreise schwanken stark je nach Saison, Lage und Unterkunftsart. Apartments außerhalb der Hauptresorts sind außerhalb des Winterhochs ab €60–€80 pro Nacht zu finden, während Resorts im Süden der Insel oder in Strandnähe in der Hochsaison in der Regel ab €120 aufwärts liegen.

Der Norden der Insel, El Cotillo oder die Gebiete im Landesinneren sind auf Dauer günstiger als Costa Calma oder Morro Jable. Ein Mietauto kostet bei Vorausbuchung ungefähr €25–40 pro Tag; Kraftstoff ist auf den Kanarischen Inseln günstiger als auf dem Festland (oft um die €1,30–1,50 pro Liter).

Kartenzahlung ist in den meisten Restaurants, Supermärkten und Tankstellen üblich. In kleineren Dörfern, lokalen Bars oder bei der Zahlung im Bus ist es jedoch praktisch, Bargeld dabei zu haben – am besten kleinere Scheine.

Wir fahren nie ins Ausland ohne eine gültige Reiseversicherung und eine Revolut-Karte.

Trinkgeld ist nicht verpflichtend, aber das Aufrunden oder ein paar extra Euro im Restaurant wird gerne gesehen. Insgesamt lässt sich Fuerteventura durch die Kombination aus einfachen Mittagessen, Apartments und einem Mietauto auch für einen längeren Aufenthalt sehr vernünftig kalkulieren.

Popcorn Beach, Fuerteventura
Popcorn Beach

Internet, SIM/eSIM und Empfang

In größeren Resorts (Corralejo, Caleta de Fuste, Morro Jable) funktionieren Mobilfunksignal und Daten problemlos, ebenso wie WLAN in den meisten Unterkünften und Cafés. In ländlichen Gebieten, an der Westküste oder in den Bergen rund um Cofete ist mit schwächerem Empfang zu rechnen.

Wenn du Ausflüge in abgelegenere Teile der Insel planst, lade Offline-Karten herunter. Bei längeren Aufenthalten oder Remote-Arbeit lohnt es sich, die Verbindungsgeschwindigkeit vorab direkt mit deiner konkreten Unterkunft zu klären – die Qualität kann variieren.

Wer aus der EU kommt, kann seinen normalen Heimatvertrag nutzen. Für Reisende von außerhalb der EU empfehlen wir, einen eSIM-Datenplan über Revolut zu erwerben.

Wetter und beste Reisezeit

Fuerteventura hat das ganze Jahr über ein trockenes und stabiles Klima. Die Temperaturen sind mild, aber der Wind beeinflusst das Gefühl erheblich. Der Sommer ist ideal für Strände und Wassersport, während der Winter eine gute Mischung aus Meerzeit und Ausflügen ohne extreme Hitze bietet. Achte bei der Tagesplanung lieber auf die Wind- und Wellenvorhersage als nur auf die Temperatur – die Bedingungen am Meer können sich schnell ändern.

Sicherheit und worauf du achten solltest

Das größte Risiko geht vom Meer aus. Starke Strömungen und hohe Wellen sind häufig, besonders an den offenen Stränden der Westküste. Respektiere die Hinweisschilder und geh nicht ins Wasser, wo Schwimmen verboten ist. Im Landesinneren gibt es kaum Schatten – ausreichend Wasser, ein Hut und Sonnenschutz sind unverzichtbar. Wenn du in abgelegene Gebiete aufbrichst, teile jemandem deine geplante Route mit.

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